29. Mai 2024
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Umfangreiche Sanierungen am Herlinghauser Weg im Gange


Update 24. April: Die Stadt Kierspe hat auf Nach­fra­ge der mein-kierspe.de-Redaktion erläu­tert, was aktu­ell in den Not­un­ter­künf­ten, spe­zi­ell am hin­te­ren Haus mit der Num­mer 24 pas­siert. Tat­säch­lich ste­hen hier umfang­rei­che­re Sanie­run­gen an, wie Kers­tin Stein­haus-Derksen bestä­tigt. Bei den Arbei­ten han­de­le es sich aber zum gro­ßen Teil um die Behe­bung von Schä­den, die frü­he­re Bewoh­ner selbst unter ande­rem an den Fens­tern ver­ur­sacht hät­ten, so die Käm­me­rin und All­ge­mei­ne Ver­tre­te­rin des Bür­ger­meis­ters.

Die­se Maß­nah­men die­nen in der Tat dazu, Wohn­raum für Asyl­su­chen­de zu schaf­fen. Aller­dings nicht etwa “auf Vor­rat”, viel­mehr wer­den die Woh­nun­gen wohl auf abseh­ba­re Zeit kon­kret benö­tigt: “Die Stadt Kierspe ist dazu ver­pflich­tet Men­schen im Rah­men des Asyl­be­wer­ber­lei­tungs­ge­set­zes Wohn­raum zur Ver­fü­gung zu stel­len. Auf­grund der Zuwei­sungs­zah­len geht es in die­sem Fall nicht um Wohn­raum auf Vor­rat, son­dern um nach heu­ti­gem Stand kurz­fris­tig benö­tig­ten Wohn­raum”, teilt die Käm­me­rin schrift­lich mit.

Die­ser erpflich­tung führt aller­dings auch zu erheb­li­cher finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung der Maß­nah­men, wie die neue Ver­tre­te­rin des Bür­ger­meis­ters Olaf Stel­se ver­si­chert. So habe die Stadt Kierspe bereits ent­spre­chen­de För­der­mit­tel erhal­ten, aus­ser­dem sei von einer 100-pro­zen­ti­gen Deckung aus­zu­ge­hen. Zu den genau­en Kos­ten wur­den kei­ne Anga­ben gemacht.

Auch die Bewoh­ner der bei­den Nach­bar­häu­ser sol­len in den Genuss von Sanie­rungs­maß­nah­men kom­men. Wann und wel­chem Umfang die­se statt­fin­den, lässt sich aktu­ell aber nach Infor­ma­tio­nen aus dem Rat­haus noch nicht sagen. Aller­dings, so macht Kers­tin Stein­haus-Derksen deut­lich, sei das Haus Nr. 22 tat­säch­lich “auf­grund feh­len­der Sach­be­schä­di­gun­gen” in einem bes­se­rem Zustand.

KIERSPE (mk) Es tut sich etwas am Her­ling­hau­ser Weg. Ein stadt­be­kann­ter Bewoh­ner war vor eini­gen Wochen ver­stor­ben, ein wei­te­rer wegen ver­schie­de­ner Delik­te von der Poli­zei ver­haf­tet. Doch die aktu­el­len Gescheh­nis­se spie­len sich im hin­te­ren Haus, der Num­mer 24, sowie in dem in der Mit­te ab. Die gesam­te Front des Gebäu­des steht voll mit alten Fern­se­hern, Kühl­schrän­ken und ande­ren elek­tri­schen Gerä­ten. Ein schwe­rer Con­tai­ner wei­sen auf eine Ent­rüm­pe­lung im gro­ßen Stil hin. Das stimmt nur zum Teil, denn im Wesent­li­chen ist nur das hin­te­re Haus betrof­fen: Die Woh­nun­gen hier wer­den auf­ge­ar­bei­tet, um bei Bedarf an Asyl­su­chen­de ver­ge­ben zu wer­den, heißt es. Damit wür­de die Stadt Kierspe Vor­schrif­ten des Bun­des nach­kom­men, wür­de aber gleich­zei­tig von ent­spre­chen­den För­der­mit­teln pro­fi­tie­ren.

Nicht nur Elek­tro­ge­rä­te, son­dern auch alte Möbel waren Reif zur Ent­sor­gung. Foto: Mar­kus Klüm­per

Die zuletzt dort ansäs­si­gen Mie­ter sind in freie Woh­nun­gen des Nach­bar­hau­ses gezo­gen, und haben davon auch meh­re­re Vor­tei­le, wie ein Betei­lig­ter betont. So sei der Zustand der Woh­nun­gen dort bes­ser, aus­ser­dem wür­den sie sich dabei finan­zi­ell bes­ser stel­len. Daher soll kei­ner der Bewoh­ner Ein­wän­de gehabt haben, ins Nach­bar­haus zu zie­hen. Um die Ent­rüm­pe­lung, den ers­ten Schritt zur Her­rich­tung der Woh­nun­gen, küm­mert sich ein Mei­nerz­ha­ge­ner Unter­neh­mer. Zu wei­te­ren Details der Akti­on hat die Stadt Kierspe eine kurz­fris­ti­ge Stel­lung­nah­me ver­spro­chen.

Wir berich­ten wei­ter!

Die­se Ansamm­lung stammt im Wesent­li­chen aus Haus Nr. 24. Foto: Mar­kus Klüm­per
Ein schwe­rer Con­tai­ner steht für den Sperr­müll bereit. Foto: Mar­kus Klüm­per

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