30. Mai 2024
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Nun auch zweites Baby mit dem Rettungshubschrauber weggeflogen

Update 15.00 Uhr: Nichts erin­nert mehr an das Ein­satz­ge­sche­hen am Wil­den­kuh­len. Seit etwa 14.15 Uhr ist die Kreu­zung wie­der für den Ver­kehr frei, nach­dem der DRF-Ret­tungs­hub­schrau­ber auch das Zweit­ge­bo­re­ne im Inku­ba­tor in eine Dort­mun­der Kli­nik geflo­gen hat. Die Mut­ter, die die Geburt wohl kör­per­lich ver­gleichs­wei­se gut über­stan­den haben soll, wur­de mit einem Ret­tungs­wa­gen nach Lüden­scheid gebracht. Zum Gesund­heits­zu­stand der Zwil­lin­ge kann nur wenig gesagt wer­den.

Nun fie­bern alle, die mit die­ser außer­ge­wöhn­li­chen Geburt zutun hat­ten, mit der Fami­lie mit. Was hier heu­te pas­siert ist, lässt auch erfah­re­ne Ret­tungs­kräf­te nicht kalt. Und davon waren vie­le am Wil­den­kuh­len. Auch ein Kin­der­arzt ist eigens in die Pra­xis gebracht wor­den. Sei­tens der Feu­er­wehr ist zunächst erst­mal die Ein­satz­grup­pe 2 des Innen­stadt­lösch­zu­ges alar­miert wor­den, da zunächst ledig­lich eine Tra­ge­hil­fe benö­tigt wer­den soll­te. Als das Aus­maß des Ein­sat­zes, vor allem aber auch die bal­di­ge Lan­dung eines Ret­tungs­hub­schrau­bers bekannt war, wur­de Zug­alarm aus­ge­löst: Bis zu 25 Feu­er­wehr­leu­te sicher­ten die Lan­dung ab und hal­fen beim vor­sich­ti­gen Trans­port der lebens­ret­ten­den Inku­ba­to­ren. Als die Luft­ret­ter vom ers­ten Flug zurück­ka­men, war­te­ten die Ärz­te bereits bereits mit dem zwei­ten Baby, das konn­te auch direkt ein­ge­la­den wer­den.

Das Ver­kehrs­chaos war am Frei­tag­mit­tag immens: Auf der Fried­rich-Ebert-Stra­ße gab es nach Anga­ben von Feu­er­wehr­spre­cher Chris­ti­an Schwan­ke einen Rück­stau bis zum alten Amts­haus, auf der Köl­ner Stra­ße sogar mit Aus­wir­kun­gen bis ins Vol­me­tal. Eine hal­be Stun­de nach Ein­satz­en­de war davon aber kaum noch etwas wahr­zu­neh­men.

KIERSPE (mk) Die Früh­ge­burt von Zwil­lin­gen hat am Frei­tag­mit­tag einen Groß­ein­satz von Ret­tungs­kräf­ten am Wil­den­kuh­len aus­ge­löst. Begon­nen hat der dra­ma­ti­sche Vor­fall dort in der gynäk­lo­gi­schen Pra­xis. Als klar war, dass eine Früh­ge­burt droht, for­mier­te sich ein umfang­rei­cher Ein­satz: Die wer­den­de Mut­ter konn­te nicht mehr recht­zei­tig in ein Kran­ken­haus gebracht wer­den, daher hat man die Geburt in der Pra­xis ein­ge­lei­tet. Dazu fan­den sich an der Kreu­zung zunächst etli­che Not­arzt- und Ret­tungs­wa­gen ein.

Etli­che Ret­tungs­fahr­zeu­ge vor der Pra­xis am Wil­den­kuh­len. Fotos: Mar­kus Klüm­per

Doch ein Trans­port der Babys auf der Stra­ße war aus­ge­schlos­sen: Bei stär­ke­ren Regen­schau­ern lan­de­te ein DRF-Ret­tungs­hub­schrau­ber mit­ten auf der Kreu­zung, abge­si­chert durch die Feu­er­wehr. Die war ohne­hin zur Tra­ge­hil­fe alar­miert wor­den, um die Inku­ba­to­ren vor­sich­tig aus dem Ober­ge­schoss her­un­ter­zu­tra­gen. Mit etli­chen Kräf­ten wur­de nach der Geburt des ers­ten Babys der Inku­ba­tor in den war­ten­den Hub­schrau­ber gebracht. Die­ser flog das Früh­ge­bo­re­ne in eine Dort­mun­der Kli­nik, und kehr­te nach rund einer hal­ben Stun­de zurück, um auch das zwei­te Kind zu flie­gen. Zunächst soll­te ein zwei­ter Ret­tungs­hub­schrau­ber kom­men, doch auf­grund der schwie­ri­gen Wet­ter­ver­hält­nis­se konn­te nie­mand ande­res flie­gen. Auch für die­sen Heli­ko­pter war die Sache grenz­wer­tig, das war ein Flug am Limit. Auch für den Trans­port der Mut­ter wur­de vor­ge­sorgt. Aktu­ell war­tet der Hub­schrau­ber auf der Kreu­zung, die Köl­ner Stra­ße und die L528 sind dazu ein wei­te­res Mal voll gesperrt wor­den.

Wir berich­ten wei­ter.

Die Hub­schrau­ber-Besat­zung bringt den Inku­ba­tor in die Pra­xis. Fotos: Mar­kus Klüm­per