2. März 2024
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TICKER: Auswirkungen von Sturmtief ZOLTAN

MÄRKISCHER KREIS (mk) Das Sturm­tief Zol­tan hält seit dem Don­ners­tag, 21. Dezem­ber, auch die Feu­er­weh­ren im Mär­ki­schen Kreis im Dau­er­ein­satz. Zahl­rei­che Ein­sät­ze for­dern seit dem frü­hen Nach­mit­tag die Lösch­zü­ge- und grup­pen im Vol­me­tal. Wir berich­ten wei­ter lau­fend über das aktu­el­le Gesche­hen!

Hei­lig­abend, 9.00 Uhr: In den ver­gan­ge­nen 24 Stun­den gab es im Vol­me­tal kei­ne nen­nens­wer­ten Sturm­schä­den mehr. Zwar wur­de der Pegel der Vol­me im Blick behal­ten, aber von einer kon­kre­ten Gefahr ist man bei­spiels­wei­se bei der Hal­ve­ra­ner Feu­er­wehr nicht aus­ge­gan­gen. Umfang­rei­che Stark­re­gen­fäl­le sind aus­ge­blie­ben, und die Pegel von Vol­me und der Len­ne sin­ken aktu­ell wie­der. Die Wet­ter­pro­gno­sen sind etwas uneins, las­sen aber nichts Dra­ma­ti­sches mehr erwar­ten. MEIN KIERSPE wird aber wei­ter Infor­ma­tio­nen abfra­gen und bün­deln. Wir wer­den die­sen Ticker noch nicht been­den, wün­schen aber auch an die­ser Stel­le fro­he und besinn­li­che Weih­nachts­ta­ge!

Sams­tag, 8.30 Uhr: Die ver­gan­ge­ne Nacht war zumin­dest im Vol­me­tal aus­ge­spro­chen ruhig. Reg­ne­risch und stür­misch zwar, aber ohne Aus­wir­kun­gen. Etwas mehr zu tun hat­ten die Feu­er­weh­ren hin­ge­gen im Nord­kreis: Hier kam es ver­ein­zelt zu voll­ge­lau­fe­nen Kel­lern und über­schwemm­ten Stra­ßen. Hin­sicht­lich der Pro­gno­sen unter­schei­den sich die Model­le: Wäh­rend unwetterzentrale.de eine deut­li­che Ent­schär­fung der Wet­ter­la­ge pro­gnos­ti­ziert, warnt der Deut­sche Wet­ter­dienst mit einer Unwet­ter­war­nung der zweit­höchs­ten Stu­fe 3 vor ergie­bi­gem Dau­er­re­gen. Betrof­fen sind Süd­west­fa­len, aber auch die Stadt Hagen und Tei­le des Ber­gi­schen Lan­des.

Frei­tag, 20.40 Uhr: Es war zu befürch­ten: Wie die Feu­er­wehr Hal­ver soeben mit­teil­te, hat der Pegel der Vol­me an der Mess­stel­le Ste­phan­sohl den “Hoch­was­ser­in­for­ma­ti­ons­wert 1” über­schrit­ten. Das könn­te dem­nächst kri­tisch wer­den: “Wir haben die Lage im Blick”, erklärt Jörn Maxi­mo­witz. “Wir rech­nen aber mit wei­te­ren Regen­fäl­len”, so der Pres­se­spre­cher der Hal­ve­ra­ner Wehr.
Dar­über hin­aus kommt es am Abend wie­der ver­mehrt zu klei­ne­ren Ein­sät­zen im Kreis­ge­biet, zumeist zur Besei­ti­gung von Bäu­men auf der Stra­ße.

Frei­tag, 15.00 Uhr:
Der Mär­ki­sche Kreis gibt einen Über­blick über die bis­he­ri­gen Aus­wir­kun­gen des Sturm­tiefs: “Umge­stürz­te Bäu­me, her­ab­fal­len­de Äste, blo­ckier­te Stra­ßen und Sturm­schä­den an Gebäu­den: Am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag wur­den über die Kreis­leit­stel­le 137 wet­ter­be­ding­te Ein­sät­ze der Feu­er­wehr geor­dert. Grö­ße­re Ver­let­zun­gen wur­den glück­li­cher­wei­se nicht bekannt. Sturm­bö­en mit Wind­ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 85 Kilo­me­ter pro Stun­de und ergie­bi­ger Dau­er­re­gen mit Regen­men­gen von 60 bis 80 Litern auf den Qua­drat­me­ter setz­ten den Mär­kern zu. Die Ein­satz­kräf­te rech­nen in den nächs­ten Stun­den mit anhal­ten­den Her­aus­for­de­run­gen, ins­be­son­de­re auf­grund hoher Pegel­stän­de an Len­ne, Vol­me und Hön­ne”, erklär­te Pres­se­spre­che­rin Ursu­la Erkens in einer Pres­se-Mail.

Frei­tag, 13.45 Uhr: Es reg­net teil­wei­se kräf­tig, so wie es ange­kün­digt war. Noch ist es im Süd­kreis, spe­zi­ell im Vol­me­tal, zu kei­nen nen­nens­wer­ten Über­flu­tun­gen gekom­men, doch der Pegel der Vol­me steigt. Spe­zi­ell in Hal­ver scheint der Was­ser­stand an vie­len Stel­len nicht mehr weit von der Ufer­hö­he ent­fernt zu sein. Es bleibt abzu­war­ten, wie sich die Situa­ti­on in den kom­men­den Stun­den ent­wi­ckeln wird.

Die Vol­me­stra­ße bei Kierspe-Boll­werk

Frei­tag, 22. Dezem­ber, 8.00 Uhr: Ent­ge­gen man­cher Befürch­tun­gen blieb es in der ver­gan­ge­nen Nacht sturm­tech­nisch recht ruhig. Aus dem Vol­me­tal ist bis­lang ledig­lich ein Ein­satz bekannt: In Hal­ver muss­te der Lösch­zug Bom­mert aus­rü­cken. Wie­der ein­mal lag ein Baum auf der Stra­ße. Die Vic­to­ria­stra­ße in Schalks­müh­le soll bei Tages­an­bruch geräumt wer­den. Hier lagen zwi­schen den Haus­num­mern 26 und 43 sovie­le Hin­der­nis­se auf der Fahr­bahn, dass an eine Besei­ti­gung in der Nacht nicht zu den­ken war. Heu­te ist das aber kei­ne Auf­ga­be mehr, mit der sich die Feu­er­wehr befas­sen muss. Für die Kier­sper Wehr gab es in der Nacht nichts zu tun. Auch aus Lüden­scheid kom­men kei­ne aus­ser­ge­wöhn­li­chen Mel­dun­gen, aber immer­hin 19 Gefah­ren­stel­len wur­den unschäd­lich gemacht. Neben umge­knick­ten oder ent­wur­zel­ten Bäu­men muss­te die Feu­er­wehr auch Bau­stel­len­ab­sper­run­gen und Warn­ba­ken auf­rich­ten. Eine Stra­ße, die L694 bei Wett­ring­hof, ist aber bis auf Wei­te­res gesperrt.

23.15 Uhr: Die Feu­er­wehr Hal­ver löst ihren Mel­de­kopf auf, ein Zei­chen für Ent­span­nung der Lage. Den­noch rech­net man dort mit wei­te­ren Ein­sät­zen in der Nacht. Zumal der Pegel der Vol­me inzwi­schen auf 104,4 Zen­ti­me­ter gestie­gen ist!

22.15 Uhr: Auch von der Kier­sper Wehr liegt nun eine Zusam­men­fas­sung der bis­he­ri­gen Ein­sät­ze vor. Hier hat­te vor allem der Lösch­zug Neu­en­haus / Voll­me meh­re­re Ein­sät­ze abzu­ar­bei­ten, alle­samt Fäl­le für die Ket­ten­sä­ge. Mitt­ler­wei­le ist auch bekannt, wor­um sich Kame­ra­den vom Lösch­zug Stadt­mit­te am frü­hen Nach­mit­tag küm­mern muss­ten: An der Jet-Tank­stel­le an der Köl­ner Stra­ße hat­ten sich Tei­le der Fas­sa­de gelöst. Hier muss­ten nun die Ble­che wie­der fixiert wer­den, damit sie nicht her­ab­stür­zen. Ins­ge­samt bezeich­net Pres­se­spre­cher Chris­ti­an Schwan­ke die Lage aber als recht ruhig, vor allem ange­sichts der Wet­ter­la­ge nicht außer­ge­wöhn­lich.

Lose Ble­che der Fas­sa­de wur­den gegen Her­un­ter­fal­len gesi­chert. FOTO: Feu­er­wehr Kierspe

21.00 Uhr: Ist es die sprich­wört­li­che Ruhe vor dem Sturm? In Kierspe hat sich das Wet­ter spür­bar beru­higt, im Vol­me­tal der­zeit kei­ne nen­nens­wer­ten Feu­er­wehr­ein­sät­ze. Bis­lang hat die Hal­ve­ra­ner Wehr rund ein Dut­zend mal aus­rü­cken müs­sen. Auch hier ist eine Stra­ße erst­mal gesperrt: Kein Durch­kom­men “Am Wie­busch”. Der im Gerä­te­haus Stadt­mit­te ein­ge­rich­te­te Mel­de­kopf bleibt wei­ter­hin besetzt.

20.15 Uhr: Den Pegel­stand der Vol­me hat man in Hal­ver kri­tisch im Blick. Der beträgt der­zeit 94,3 Zen­ti­me­ter, nicht mehr weit vom “Infor­ma­ti­ons­wert 1” ent­fernt, der an der rele­van­ten Mess­stel­le mit 1,10 Meter defi­niert ist. Davon ist man zwar noch spür­bar ent­fernt, aber in der ver­gan­ge­nen Nacht zu Don­ners­tag lag der Stand gera­de ein­mal bei 42,5 Zen­ti­me­tern. Wenn der “Infor­ma­ti­ons­wert 1” erreicht ist, beginnt laut der Hoch­was­ser­war­nun­gen im Land NRW “das Aus­ufern von Gewäs­sern.” Land- und Forst­wirt­schaft­li­che Flä­chen sowie Ver­kehrs­flä­chen kön­nen über­flu­tet wer­den. In Hal­ver hat man aus der Ein­satz­la­ge ers­te Kon­se­quen­zen gezo­gen: “Wir haben unse­ren Mel­de­kopf in Betrieb genom­men”, berich­tet Pres­se­spre­cher Jörn Maxi­mo­witz. Das Beset­zen der Gerä­te­häu­ser sei zwar noch nicht ange­ord­net wor­den, aber bereits jetzt wür­den sich vie­le Feu­er­wehr­leu­te vor­aus­schau­end dort auf­hal­ten. Der eige­ne Mel­de­kopf stellt eine klei­ne Leit­stel­le dar. Von hier kön­nen Ein­sät­ze von orts­kun­di­gen Feu­er­wehr­leu­ten bes­ser koor­di­niert wer­den, aus­ser­dem wird die Kreis­leit­stel­le des Mär­ki­schen Krei­ses dadurch ent­las­tet.

19.45 Uhr: Eine ers­te Ein­satz­sta­tis­tik kommt von der Schalks­müh­ler Wehr. Im Ver­gleich zu ande­ren Kom­mu­nen sei Schalks­müh­le momen­tan eher weni­ger betrof­fen, so Pres­se­spre­cher Marc Fürst: “Es han­delt sich um eine ganz nor­ma­le Sturm­la­ge, wie sie jedes Jahr auf­tritt.” Der ers­te Ein­satz für die Lösch­grup­pe Hül­scheid war “nicht der Rede wert”, ledig­lich ein paar Äste hät­ten von Hand ent­fernt wer­den müs­sen. Die Dah­ler­brü­cker Kame­ra­den muss­ten einen Baum von der Glör­stra­ße ent­fer­nen. Zwei wei­te­re fie­len in das angren­zen­de Gebiet der Feu­er­wehr Bre­cker­feld. Auf dem Rees­win­ke­l­er Weg und vor allem der Vik­to­ria­stra­ße muss­ten sie aber wie­der tätig wer­den. Die­se ist bis auf Wei­te­res auf einem Teil­stück durch den Wald gesperrt. Die Lösch­grup­pe Schalks­müh­le half hier noch bei Absperr­maß­nah­men, muss­te anschlie­ßend zur Vol­me­stra­ße in Höhe Stü­cken. Hier soll­te laut der Alar­mie­rung ein Baum auf der Stra­ße lie­gen, war aber für die Ein­satz­kräf­te nicht auf­zu­fin­den. Für Schalks­müh­le gilt aktu­ell: Weder das Beset­zen der Gerä­te­häu­ser noch ein eige­ner Mel­de­kopf sind nötig.



ERSTMELDUNG 19.00 Uhr:
In Kierspe muss­te der Lösch­zug 1 am Nach­mit­tag zur Jet-Tank­stel­le am Wil­den­kuh­len aus­rü­cken. Über Details des Ein­sat­zes ist noch nichts bekannt. Der Lösch­zug 4 muss­te bereits mehr­fach umge­kipp­te Bäu­me von der Stra­ße ent­fer­nen. So auch “Auf der Mark”: Zwi­schen Feld und Vorn­holt muss­te die Motor­sä­ge ran, auf dem Rück­weg gleich noch­mal: Nahe der Ein­mün­dung zur L524 lag der nächs­te Baum flach. Nach weni­gen Minu­ten hat­ten drei Wehr­leu­te aber auch die­se Gefah­ren­stel­le im Griff, und ein “gestran­de­ter” Auto­fah­rer konn­te wei­ter­fah­ren.
Aktu­ell ist zumin­dest für Kierspe kein Beset­zen der Gerä­te­häu­ser ange­ord­net, auch ein Mel­de­kopf zur inner­städ­ti­schen Koor­di­na­ti­on der Ein­sät­ze ist noch nicht not­wen­dig. Das kann sich ange­sichts der Pro­gno­sen aber ändern, obgleich Pres­se­spre­cher Chris­ti­an Schwan­ke im Moment noch nicht kon­kret damit rech­net. Auch die Hoch­was­ser­ge­fahr hält er für über­schau­bar, trotz des merk­lich gestie­ge­nen Vol­me-Pegels.
In Hal­ver ist die Feu­er­wehr eben­falls im Dau­er­ein­satz, etli­che Bäu­me muss­ten von der Stra­ße geholt wer­den. Ein­mal muss­te ein Baum von der Hub­ret­tungs­büh­ne aus zurück­ge­schnit­ten wer­den, ein ande­res Mal lag ein Dixi-Klo auf der Fahr­bahn. Bis­lang also ein typi­sches Sze­na­rio.

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