15. Juli 2024
FreizeitKierspe

Spedition Sack rockt erneut Gaststätte “Zur Post”

KIERSPE (mk) Die gute Nachricht zuerst: Die Gaststätte hat die Feier zum 30-Jährigen Bestehen gut überstanden. Die schlechte: Vermutlich hat die Spedition Sack manchen Besucher dorthin gelockt, der sonst zum Feiern in den VolmeFreizeitPark gegangen wäre. Dem Geburtstagskind hat diese Terminüberschneidung aber nicht geschadet, die “Hütte” war genauso voll wie vor einem Jahr, als die “Säcke” dort ihr Bühnenjubiläum gefeiert haben. Überhaupt erinnerte an diesem Abend sehr viel an das legendäre Konzert, dass noch lange nachklang. Daher hätte man vorher ahnen können, was am Samstagabend, 22. Juni, auf der Friedrich-Ebert-Straße abgeht. Dass die 30er Verbotsschilder mit Hinweis auf den Lärmschutz mit dem angekündigten Gig der “schlechtesten Countryband der Welt” zusammenhängen, bestreitet Horst Sack aber energisch: “So langsam waren wir doch garnicht”, erklärt der Sänger auf Nachfrage.

Holgi Hartz, Horst, Heinz und Hans Sack hatten das Partyvolk fest im Griff. Fotos: Markus Klümper

Das Repertoire, dass die Säcke an diesem Abend vom Stapel ließen, entsprach natürlich ihrer Tradition, und dem “zweifelhaften” Geschmack des Publikums. Eingestreut wurde aber zu Ehren der hellenischen Gastgeber Sirtaki-Klänge, die auf der Setlist formal korrekt als “Zorba” ausgewiesen wurden. Nach “Zorba, dem Griechen” benannt, einer Filmfigur, der vom griechischen Komponisten und Nationalheld Mikis Theodorakis der Sirtaki auf den Leib geschrieben wurde.

Aber genug des Angeber-Wissens: Auch diesmal erlebte die Gaststätte eine rauschende Party, bei der die vier Zugaben quasi vorprogrammiert waren. Den Sets mit bekannten, fetenerprobten Höhepunkten der Musikgeschichte haben die Säcke wieder einmal ihren Stempel aufgedrückt, einige wurden auch in Ouzo ertränkt. Der “Griechische Wein” klang diesmal besonders romantisch, aber auch bei diesem Konzert war nicht auszumachen, an welchem Abschnitt des “Kerspestrandes” unbekleidet gebadet wird. Vermutlich muss der Text der gefühlt zweitausendsiebenhundertsten Coverversion von “Knockin´ on heavens door” wohl als Metapher verstanden werden.

Es lässt sich nicht leugnen: Die Gäste hatten Spaß!

Aber egal: Heinz, Hans und Horst Sack haben mit Unterstützung von Holgi Hartz und der Säckurity abgerockt, und den Post-Gästen einfach einen unbeschwerten Abend geschenkt. Das allein kann in der heutigen Zeit, in der man sich vor Stress-Themen kaum retten kann, garnicht hoch genug bewertet werden. Wohldosierter Unfug, kaltes Bier und der eine oder andere Ouzo sind an einem Abend, wo sogar das Wetter in letzter Sekunde ins Angenehme umgeschwenkt hat, definitiv mal erlaubt.

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