30. Mai 2024
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Unfall nach Spritztour unter Alkohol — Auto ohne Zulassung

KIERSPE / HALVER / MEINERZHAGEN (mk) Einen Tag nach dem schwe­ren Unfall mit einem Hon­da CRX in Kierspe kann die Poli­zei mit den ers­ten Ermitt­lungs­er­geb­nis­sen vie­les von dem bestä­ti­gen, was sich am Abend zuvor bereits abzeich­ne­te: Der Fah­rer war alko­ho­li­siert, da er jedoch einen Atem­al­ko­hol­test ablehn­te, müs­sen nun die Blut­pro­ben aus­ge­wer­tet wer­den, die ihm im Kran­ken­haus ent­nom­men wor­den sind. Das Auto, dass bei dem schwe­ren Crash völ­lig zer­stört wor­den ist, gehör­te auch nicht ihm.

Immer­hin geht die Poli­zei mitt­ler­wei­le davon aus, mit dem 25 Jah­re alten Mei­nerz­ha­ge­ner tat­säch­lich den Unfall­fah­rer ermit­telt zu haben. Zunächst bestand eine gewis­se Unsi­cher­heit, da Zeu­gen ange­ge­ben hat­ten, es habe eine wei­te­re Per­son von der Unfall­stel­le ent­fernt. Die­ser Hin­weis führ­te auch zu einer Such­ak­ti­on, da Ret­tungs­kräf­te in der­ar­ti­gen Fäl­len immer ein­kal­ku­lie­ren müs­sen, dass Men­schen sich ori­en­tie­rungs­los bewe­gen und drin­gend medi­zi­ni­sche Hil­fe benö­ti­gen. Eine Suche brach­te aber nach die­sem Unfall kei­ne Ergeb­nis­se.

Die Feu­er­wehr such­te an der Unfall­stel­le auch nach einem mög­li­chen Bei­fah­rer. Fotos: Mar­kus Klüm­per

Gül­ti­ge Kenn­zei­chen exis­tie­ren zu dem Sport­cou­pé auch kei­ne, denn der Wagen war nicht zuge­las­sen. Das Auto gehört einem Hal­ve­ra­ner, gegen den nun auch ermit­telt wird. Es besteht der Ver­dacht, dass er als Besit­zer eine Fahrt ohne Zulas­sung und unter Alko­hol­ein­fluss zuge­las­sen hat. Dazu kommt noch, dass dem Fah­rer oben­drein die Fahr­erlaub­nis bereits ent­zo­gen wor­den ist. Die­se Kom­bi­na­ti­on führt dazu, dass gegen ihn wegen Gefähr­dung des Stra­ßen­ver­kehrs ermit­telt wird. Gegen den Fah­rer und den Besit­zer glei­cher­ma­ßen wird wegen des Ver­sto­ßes gegen das Pflicht­ver­si­che­rungs­ge­setz ermit­telt.

Der damit mehr oder weni­ger direkt ver­bun­de­ne Ver­stoß gegen das Kraft­fahrt­steu­er­ge­setz dürf­te genau­so wenig ins Gewicht fal­len, wie die Fra­ge, was den Unfall unmit­tel­bar aus­lös­te. Das Unfall­wrack wur­de von der Poli­zei beschlag­nahmt. Unklar ist der­zeit noch, wo die Fahrt begon­nen hat. Es ist bis­lang noch nicht sicher, ob der Wohn­ort des Besit­zers auch der Stand­ort des Wagens war. Poli­zei­spre­cher Chris­toph Hüls kann bis­lang nicht bestä­ti­gen, dass es sich um eine Fahrt han­del­te, bei der der Wagen vor einem Kauf getes­tet wer­den soll­te. Er weist aber aus­drück­lich dar­auf hin, dass es für Ver­käu­fer emp­find­li­che Kon­se­quen­zen hat, wenn man jeman­den ohne Fahr­erlaub­nis und unter erkenn­ba­rer Fahr­un­tüch­tig­keit hin­ter das Steu­er des eige­nen Autos lässt. Ein posi­ti­ver Aspekt zum Schluss: Der Ver­ur­sa­cher hat­te bei die­sem Hor­ror-Unfall rich­tig viel Glück im Unglück: Er konn­te das Kran­ken­haus noch am Abend wie­der ver­las­sen und gilt daher als leicht­ver­letzt.

Lesen Sie hier die bis­he­ri­ge Bericht­erstat­tung zu dem Unfall: