30. Mai 2024
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Kletterwand am Hülloch offiziell eröffnet

KIERSPE (mk) Die Rauk­stadt ist um eine durch­aus tou­ris­tisch bedeut­sa­me Attrak­ti­on rei­cher. Am ver­gan­ge­nen Sams­tag, 27. April, wur­de in der Spar­kas­sen-Natur­Are­na die Klet­ter­wand eröff­net. Auf 13 ver­schie­de­nen Rou­ten mit unter­schied­li­chen Schwie­rig­keits­gra­den kön­nen Klet­te­rer nun den Fel­sen bezwin­gen. Seit der ers­ten Idee dazu sind sie­ben Jah­re ver­gan­ge­nen, die Ein­wei­hung wur­de ent­spre­chend gefei­ert.
Eine Schnaps­idee war es nicht, eher ein Geis­tes­blitz. Auf jeden Fall spon­tan: Mar­kus Pem­pe ist, wie auch sei­ne Frau, ziem­lich klet­ter­be­geis­tert. Irgend­wann kam dem Berufs­schul­leh­rer, der auch Sport stu­diert hat­te, der Gedan­ke, dass sich die Fels­wand ober­halb des Hüll­ochs auch als Klet­ter­ge­län­de eig­nen wür­de. Dass die Rea­li­sie­rung der Idee nun soviel Zeit benö­tig­te, hat ver­mut­lich nie­mand geahnt, denn eigent­lich ist das Pro­jekt recht gerad­li­nig aus der Ideen­pha­se erwach­sen. Zunächst wur­de Peter Fel­tens, der Besit­zer des Are­als ins Boot geholt. Der hat­te kei­ner­lei Beden­ken, und sich schnell bereit­erklärt, die nöti­ge Flä­che zu ver­pach­ten. Im Rah­men der Regio­nal­ent­wick­lung gab es auch För­der­mit­tel für die Umset­zung, doch genau die zog sich in die Län­ge. Nicht zuletzt die Pan­de­mie wirk­te sich nicht gera­de als Beschleu­ni­ger aus.

Initia­tor Mar­kus Pem­pe ist selbst klet­ter­be­geis­tert. Fotos: Mar­kus Klüm­per

Ein wesent­li­ches The­ma war auch die Ein­hal­tung ver­nünf­ti­ger Sicher­heits­stan­dards. Die ent­spre­chen­den Über­prü­fun­gen durch Fach­leu­te brauch­ten ihre Zeit. Wie wich­tig die­se sind, zeigt, dass nur der hin­te­re Teil für eine Nut­zung frei­ge­ge­ben wer­den konn­te . Die übri­gen Flä­chen erwie­sen sich als nicht aus­rei­chend sta­bil. Doch auch in dem siche­ren Bereich konn­ten 13 Rou­ten vor­ge­ge­ben wer­den, deren Namen teils roman­tisch klin­gen, wie etwa “Das klei­ne Abend­rot”, ande­re wie­der­um viel Humor ver­ra­ten. Wobei “Ger­ma­nys next Top­rou­te” auf der Schwie­rig­keits­ska­la mit einer “3” notiert ist, wäh­rend die erfah­re­nen Klet­te­rer in ande­ren Tou­ren bis zur Stu­fe 8 durch­aus Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen haben.

Bür­ger­meis­ter Olaf Stel­se freut sich über die neue Kier­sper Attrak­ti­on. Fotos: Mar­kus Klüm­per

Bür­ger­meis­ter Olaf Stel­se freu­te sich, dass die Frei­klet­ter­wand nun eröff­net wer­den konn­te, und sieht dar­in eine her­vor­ra­gen­de Ergän­zung der ande­ren Frei­zeit­an­ge­bo­te wie den Volm­e­Frei­zeit­park oder die Fuß­ball­golf­an­la­ge: “Damit ist Kierspe mit sei­nem sport­li­chen Frei­zeit­an­ge­bot min­des­tens Kreis­weit ganz vor­ne”, ver­si­chert Stel­se in sei­ner Anspra­che. Er ver­weist auf die För­der­gel­der sowie Spen­den in Höhe von ins­ge­samt rund 12.000 Euro, die in das Pro­jekt geflos­sen sei­en, erin­nert aber auch an die “unzäh­li­gen Stun­den ehren­amt­li­cher Arbeit”, die zur Rea­li­sie­rung not­wen­dig gewe­sen sei­en. Beson­ders die Vor­be­rei­tung der Fels­wand war mit viel schweiss­trei­ben­der Hand­ar­beit ver­bun­den. Die finan­zi­el­len Zuwen­dun­gen über die För­de­rung hin­aus kamen vor allem von der Rüdi­ger Pott­hoff Stif­tung sowie von der Stif­tung der Spar­kas­se Kierspe-Mei­nerz­ha­gen.

Eini­ge Stel­len der Klet­ter­wand sind sehr anspruchs­voll. Fotos: Mar­kus Klüm­per

Offen­bar haben vie­le Men­schen in Kierspe sehn­süch­tig auf die offi­zi­el­le Ein­wei­hung gewar­tet. Klet­ter­aus­rüs­tun­gen wur­den aus­ge­packt, und auch Initia­tor Mar­kus Pem­pe hat­te in wei­ser Vor­aus­sicht sein Equip­ment dabei. So erleb­te der Fel­sen einen regel­rech­ten Ansturm von Klet­ter­be­geis­tern.
Der teils rich­tig mat­schi­ge Boden in der Natur­Are­na ver­deut­lich­te, wie groß das Wet­ter-Glück für die­sen Tag war, denn die war­me Son­ne ließ kei­ne Erin­ne­run­gen an “Schiet­wet­ter” auf­kom­men. Vor­sichts­hal­ber waren die Sitz­plät­ze aber mit Pavil­lons über­dacht, damit die Gäs­te ihre Brat­würs­te und Steaks im Tro­cke­nen genie­ßen kön­nen, die die Schüt­zen vom KSV 1899 auf dem Grill hat­ten. Damit am Hüll­och auch die Attrak­ti­on “unter Tage” an die­sem Tag nicht ver­ges­sen wird, war en auch Höh­len­ex­per­ten der Feu­er­wehr Hemer ange­rückt. Sie hat­ten einen 3D-Scan der Höh­le unter­halb des Arney-Fel­sen im Gepäck.
Um die Klet­ter­rou­ten nut­zen zu kön­nen, ist ledig­lich eine Online-Anmel­dung bei der Lüden­schei­der Sek­ti­on des Deut­schen Alpen­ver­eins (DAV) nötig. Der DAV war an der Rea­li­sie­rung des Klet­ter­fel­sens eben­falls maß­geb­lich betei­ligt

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