22. Februar 2024
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Konstante Besucherzahlen bei Ausstellung der Hobbykünstler

KIERSPE (mk) Über so eine Kon­stanz wür­de sich jeder Ver­an­stal­ter freu­en: Geschätz­te 1000 Besu­cher kamen am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in die 43. Aus­stel­lung der Hob­by-Künst­ler Obe­res Vol­me­tal. „Genau gezählt haben wir die nicht, wir neh­men ja kei­nen Ein­tritt“, erzählt Orga­ni­sa­to­rin Bri­git­te Stöhr. Nur vor zwei Jah­ren war das pan­de­mie­be­dingt ein­mal nötig, und da es dies­mal wie­der ein ähn­li­chen Andrang gab, kön­ne man das ganz gut ein­schät­zen, so die Hob­by-Künst­le­rin, die selbst mit einem Stand für Klöp­pel­ar­bei­ten ver­tre­ten war. Und bei ihren Akti­vi­tä­ten von ihrem Ehe­mann Klaus Stöhr tat­kräf­tig unter­stützt wird.
Das Ergeb­nis konn­te sich sehen las­sen: Die „Hob­by-Künst­ler Obe­res Vol­me­tal“ sind kein Ver­ein, eher ein „loser Zusam­men­schluss“ von Gleich­ge­sinn­ten, die ein­mal im Jahr die­se Aus­stel­lung in der Men­sa der Gesamt­schu­le auf die Bei­ne stel­len. Was hier gezeigt wur­de, war genau­so abwechs­lungs­reich wie die Band­brei­te der Hob­by-Künst­ler, aber auch sehr anspruchs­voll. Auf bei­des legt Bri­git­te Stöhr gro­ßen Wert: „Wir schau­en uns vor­her genau an, womit sich die Künst­ler um einen Stand bewer­ben.“ Aus­ser­dem sei­en die ver­schie­de­nen künst­le­ri­schen Fach­rich­tun­gen jeweils nur ein­mal ver­tre­ten, um bei 30 Betei­lig­ten mög­lichst vie­le ver­schie­de­ne Ange­bo­te zu prä­sen­tie­ren.

Die Künst­ler konn­ten sich über viel Wert­schät­zung durch die Besu­cher freu­en! FOTOS: Mar­kus Klüm­per

Bei den Aus­stel­len­den han­del­te es sich über­wie­gend um Damen, tat­säch­lich wer­den damit ein wenig Kli­schees bedient. Was aber kei­nes­wegs heißt, dass unter Aus­stel­lern und Besu­chern nicht auch Män­ner ver­tre­ten waren. Auch Bür­ger­meis­ter Olaf Stel­se ließ sich von den hand­ge­fer­tig­ten Pre­zio­sen begeis­tern und lob­te das Enga­ge­ment in einem Gruß­wort. Dar­in wies er auch auf die Arbeit der Grup­pe rund um das Ehe­paar Stöhr hin, sowie die Unter­stüt­zung des Schüt­zen­zug West bei der Bewir­tung.
Die aus­ge­stell­ten Wer­ke las­sen schnell ver­ges­sen, dass hier Künst­ler am Werk sind, die nur aus Lei­den­schaft ihrem Hob­by nach­ge­hen. In Gesprä­chen wird schnell klar, dass sich nicht viel Geld damit ver­die­nen lässt, ange­sichts der vie­len Arbeit, die dar­in steckt. So berich­tet die Hal­ve­ra­ne­rin Bea­te Neu­mann, dass das hand­be­mal­te Por­zel­lan drei­mal gebrannt wer­den müs­se, ins­ge­samt zehn Stun­den Arbeit sei­en für einen der Tel­ler nötig.
Auch bei den Bil­dern, die Ire­ne Anwei­ler malt, geht es nicht ohne viel Lie­be im Detail. Trotz­dem kön­nen sich die Künst­ler von ihren Wer­ken tren­nen, zumal es schon eine Wert­schät­zung ist, wenn Men­schen Geld dafür bezah­len. Und „bil­lig“ waren die Expo­na­te ja nicht, bezahl­bar jedoch schon.

Ver­zich­tet lie­ber auf die Vor­füh­rung sei­nes Plas­ma-Schnei­ders: Der Wieh­ler Ste­fan Mül­ler. FOTO: Mar­kus Klüm­per

Die Aus­stel­len­den kamen über­wie­gend aus dem obe­ren Vol­me­tal, jedoch nicht alle. Aus dem ober­ber­gi­schen Wiehl stammt Ste­fan Mül­ler, der sei­ne Werk­stof­fe statt mit Pin­sel eher mit schwe­rem Werk­zeug bear­bei­tet. Wäh­rend vie­le der Künst­ler auch vor Ort ihrer Lei­den­schaft nach­gin­gen, kam das für ihn, des­sen Frau aus Kierspe stammt, nicht in Fra­ge: „Mei­nen Plas­ma-Schnei­der woll­te ich nicht mit­brin­gen“, schmun­zelt Mül­ler, der ger­ne mit Treib­holz und Metall Skulp­tu­ren baut. Ger­ne in grö­ße­rer Art, für den Gar­ten.

Das Span­baum­ste­chen ließ sich aller­dings auch am Stand sehr anschau­lich vor­füh­ren. Foto: Mar­kus Klüm­per

Holz ist auch der Grund­stoff, mit denen Hans-Jörg und Elke Bert­hold ihre Schnitz-Arbei­ten fer­ti­gen. An ihrem Stand kamen unwill­kür­lich ver­schnei­te Land­schaf­ten im Erz­ge­bir­ge in den Sinn, denn die­ser Stil­rich­tung wid­men sich das Plet­ten­ber­ger Paar. Span­baum­ste­chen konn­ten die Besu­cher hier live erle­ben, und beka­men so eine kon­kre­ten Ein­blick, wie­viel lie­be­vol­le Arbeit in den Wer­ken steckt.
Vie­le der Kunst­wer­ke gehör­ten in die Spar­te “Deko­ra­ti­ves für das Heim”, doch auch Schmuck und Tex­ti­li­en waren unter den zahl­rei­chen Stil­rich­tun­gen ver­tre­ten, die bei der Aus­stel­lung prä­sen­tiert wer­den. Dabei waren die Betei­lig­ten ange­hal­ten, sich auf ihrem Stand auf einen Bereich zu kon­zen­trie­ren.
Bri­git­te und Klaus Stöhr kön­nen sich mit ihren Aus­stel­lern wie­der über eine gelun­ge­ne Werk­schau freu­en, für die sie sich jedes Jahr etwas Abwechs­lung ein­fal­len las­sen. Inzwi­schen sind sie seit fast 30 Jah­ren im Orga­ni­sa­ti­ons­team, seit rund zwan­zig Jah­ren auch in lei­ten­der Posi­ti­on. Auch das bringt viel Arbeit mit sich, die den bei­den aber gro­ße Freu­de macht. Lan­ge aus­ru­hen kön­nen sie sich aber nicht: „Bereits im Febru­ar begin­nen die ers­ten Vor­be­rei­tun­gen für die nächs­te Aus­stel­lung“, so Bri­git­te Stöhr. Wie­vie­le Stun­den inves­tiert wer­den, fragt man Hob­by-Künst­ler lie­ber gar­nicht, son­dern erfreut sich ein­fach an den bezau­bern­den Ergeb­nis­sen der Arbeit. Und die Künst­ler erfreu­en sich an der Wert­schät­zung: „Wir haben vie­le ange­neh­me Gesprä­che geführt“. Und man­ches Kunst­werk hat am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de den Besit­zer gewech­selt.

Foto­ga­le­rie bit­te dop­pelt ankli­cken zur Voll­for­mat-Dar­stel­lung!

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