13. Juni 2024
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Schlechter Scherz? Offenbar schlimmen LKW-Unfall auf der B54 erfunden!

Update 22.30 Uhr: Der Betreiber der Info-Seite auf Facebook hat sich für die Panne entschuldigt und eine Gegendarstellung gepostet. Auch für ihn ist die Sache ärgerlich: Gegen eine so mutwillige Aktion ist man letztlich machtlos. Im Allgemeinen sind Verkehrsmeldungen auf diesem Wege vertrauenswürdig.

Immerhin: Der Hagener Berufsfeuerwehr blieb ein unnötiges Ausrücken erspart, das bestätigte ein in Disponent der Feuer- und Rettungsleitstelle.

Update 22.10 Uhr: Auf Nachfrage bei der Leitstelle der Hagener Polizei erklärte eine Beamtin, dass ihre Kollegen den fraglichen Bereich sorgfältig inspiziert hätten. Das Ergebnis: Kein Hinweis auf einen derartigen Unfall. So kann man die Meldung nur als Geschmacklosigkeit einordnen. Eine einschlägige Facebook-Seite, die die Meldung verbreitete, hat diese inzwischen gelöscht. Die Betreiber, die einen Ruf als zuverlässige Informationsquelle haben, sind offensichtlich einer “Ente” aufgesessen

HAGEN (mk) Polizisten erleben oft Situationen, in denen man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. So auch am Mittwochabend, 17. Januar, gegen 21.00 Uhr: Da “landete” eine Meldung in der Leitstelle der Hagener Polizei, die Schlimmstes befürchten lässt. Zwischen den Ortsteilen Dahl und Rummenohl sei ein LKW in einen Fluss gekippt, mutmaßlich die Volme. Wohl wegen Straßenglätte, eine Szenario, was am heutigen Tag nicht undenkbar erscheint.
Nur: Der Hinweis erreichte die Beamten nicht durch einen regulären Notruf, niemand hat die 110 gewählt. Vielmehr geistert eine solche Unfallmeldung seit dem Abend durch Social-Media-Kanäle. Sollte womöglich jemand einen entsprechenden Post abgesetzt haben, ohne zuvor die Polizei oder die Feuerwehr alarmiert zu haben? Das erscheint undenkbar. Natürlich haben sich Polizeibeamten auf den Weg gemacht, um eine mögliche Unfallstelle zu finden, doch bislang (glücklicherweise) ohne Feststellung: Kein LKW in der Volme. In dem geschmacklosen Posting ist auch davon die Rede, dass der betroffene Bereich weiträumig abgesperrt sei. Es soll bereits ein großes Verkehrschaos entstanden sein. Auch wenn die entgültige Entwarnung noch aussteht: Das dürfte alles ein unfassbarer Fake sein!

Symbolfoto: Markus Klümper