2. März 2024
Kierspe

Sankt-Martin-Feier in Rönsahl: Bunte Laternen trotzen dem November-Regen

KIERSPE (mk) Die Tra­di­ti­on, mit der die Men­schen in Rön­sahl Sankt Mar­tin fei­ern, geht weit über einen Later­nen-Umzug hin­aus. Und ist der bes­te Beweis dafür, dass manch schö­ne Ver­an­stal­tun­gen ein­fach so blei­ben soll, wie sie seit eh und je ist. Und so tra­fen sich Klein und Groß am Frei­tag, 10. Novem­ber, an der Ser­va­ti­us­kir­che zu einer klei­nen Andacht: “Wisst Ihr, dass Ihr Lich­ter­kin­der seit, die die Dun­kel­heit erhel­len?”, wur­den die Klei­nen gefragt, die tat­säch­lich mit far­ben­froh leuch­ten­den Later­nen die klei­ne Kir­che schmück­ten. Nach der Andacht war­te­te die fort­ge­schrit­te­ne Däm­me­rung, vor allem aber nass­kal­ter Novem­ber-Regen. Nicht wirk­lich gemüt­lich, und doch sehr pas­send zur Geschich­te von Sankt Mar­tin.

FOTOS: Mar­kus Klüm­per

Glück­li­cher­wei­se sind ech­te Ker­zen in den Later­nen mitt­ler­wei­le pas­sé: Dadurch kom­men die Kunst­wer­ke hei­le an, die Lau­ne der Kin­der bleibt unge­trübt. Vor allem aber kann man dadurch die Lam­pi­ons was­ser­fest in Tüten packen, was bei dem Wet­ter ein ech­ter Vor­teil war. Zum ers­ten Mal dabei ist auch das Pferd von Sankt-Mar­tin-Dar­stel­le­rin Sabri­na Hage­meis­ter. Die hat den Rön­sah­ler Later­nen­zug zwar schon mehr­fach hoch zu Ross ange­führt, aber nun zum ers­ten mal mit ihrer Tra­ber-Stu­te Flo.
Trotz der Nie­der­schlä­ge schlän­gel­te sich der Zug durch enge Gas­sen in Rich­tung Strand­bad­weg, und von dort in Rich­tung Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus. Musi­ka­li­sche Beglei­tung bot die Blä­ser­klas­se 7.3 der Gesamt­schu­le Kierspe. Auch Leh­re­rin Dania Men­ges setz­te auf Plas­tik­tü­ten zum Schutz, denn die Instru­men­te sind auch nicht alle Was­ser­fest: “Mei­ner Posau­ne macht das nichts aus, aber die Quer­flö­ten dür­fen nicht nass wer­den”, erklärt die Leh­re­rin. Umso muti­ger erschien eine Schü­le­rin, die in der Kapel­le mit einer elek­tri­schen Bass-Gitar­re mit­spiel­te. Mit Ver­stär­ker im Ruck­sack!

Schluss­end­lich tra­fen sich alle Betei­lig­ten im leer­ge­räum­ten Gerä­te­haus vom Lösch­zug 3, wo sich Hel­fe­rin­nen und Hel­fer vom Rön­sah­ler CVJM schon um das leib­li­che Wohl küm­mer­ten. Der CVJM ist auch offi­zi­el­ler Aus­rich­ter der Fei­er, und sorg­te für kal­te und war­me Geträn­ke, lecke­re Brat­würs­te vom Grill und einen Rie­sen­vor­rat an Mar­tins­bre­zel. Die wur­den teils mit­ge­nom­men, teils vor Ort ver­nascht. Bevor­zugt am offe­nen Feu­er!
Rund um das Gerä­te­haus herrsch­te gro­ßer Andrang. Eigent­lich wie immer, und “fie­ser” Regen, der im Lau­fe des Abends nach­ge­las­sen hat, ist ja auch oft dabei. Davon lässt sich nie­mand die Lau­ne ver­mie­sen, zumal es auch noch schlim­mer ging: “Vor sechs oder sie­ben Jah­ren hat es so geschüt­tet, da sind wir direkt von der Kir­che zum Gerä­te­haus gelau­fen”, erin­nert sich ein Besu­cher. Das blieb den Teil­neh­mern dies­mal aber erspart!
Zahl­rei­che fleis­si­ge Hän­de waren nötig, um einen rei­bungs­lo­sen Ablauf zu gewähr­leis­ten. Neben den CVJM-Hel­fern waren auch Feu­er­wehr­leu­te vom Rön­sah­ler Lösch­zug betei­ligt, Stre­cken­pos­ten an den nöti­gen Absper­run­gen sowie Unter­stüt­zer rund um Orts­bür­ger­meis­ter Hol­ger Scheel. Auch das hat mitt­ler­wei­le Tra­di­ti­on!

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