3. März 2024
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UPDATE: Verdächtiges Ansprechen von Kindern — keine Straftat erkennbar

Update vom 31.10.2023:
Mit­hil­fe von Zeu­gen ist es der Poli­zei am Diens­tag gelun­gen, das beob­ach­te­te Fahr­zeug und sei­nen Fah­rer aus­fin­dig zu machen. Zeu­gen hat­ten sich auf der Poli­zei­wa­che Alte­na gemel­det und ent­schei­den­de Hin­wei­se gege­ben. Denen sind die Beam­ten auch sofort nach­ge­gan­gen. Wie einer Pres­se­er­klä­rung zu ent­neh­men ist, hat die Über­prü­fung aber kei­ne Hin­wei­se auf eine straf­ba­re Hand­lung erge­ben. Nichts deu­tet auf irgend­wel­che bösen Absich­ten hin.

Erst­be­richt vom 30.10.2023:

NACHRODT-WIBLINGWERDE (mk) Was sich am Mon­tag, 30. Okto­ber, in Nach­rodt-Wib­ling­wer­de ereig­ne­te, kommt immer mal wie­der vor: Es wird beob­ach­tet, dass Kin­der aus einem Fahr­zeug her­aus ange­spro­chen und zur Mit­fahrt ermun­tert wer­den. Ein sol­cher Vor­fall wur­de der Poli­zei auch am Mon­tag gemel­det, gemel­det wur­de ein wei­ßer Trans­por­ter im Bereich “In der Hardt”. Zuge­tra­gen hat sich die Sache um 13.50 Uhr. Die Beam­ten haben den Vor­fall sehr ernst genom­men und mit den Betrof­fe­nen gespro­chen. Was sich hier aber wirk­lich abge­spielt hat, lässt sich jedoch nicht mehr klä­ren.

Die Kin­der haben sich nach Anga­ben der Poli­zei aber abso­lut rich­tig ver­hal­ten und sind nicht in das frem­de Auto ein­ge­stie­gen. Es wird Eltern und ande­ren Ver­wand­ten auch nahe­ge­legt, Kin­der ent­spre­chend zu sen­si­bi­li­sie­ren: “Nicht in frem­de Autos stei­gen! Kin­der dür­fen Erwach­se­nen gegen­über NEIN sagen. Weg­lau­fen ist nicht fei­ge. Laut schrei­en ist in Ord­nung, wenn man sich bedroht fühlt.” Auch wich­tig sei es, mit den Kin­dern zu ver­ein­ba­ren, wer sie aus Schu­le oder Kin­der­gar­ten abho­len darf.

Zugleich warnt die Poli­zei aber auch vor über­trie­be­ner Reak­ti­on oder gar Panik. Ins­be­son­de­re die Ver­brei­tung von unge­prüf­ten Beob­ach­tun­gen in den sozia­len Medi­en ver­ur­sa­che immer wie­der eine Eigen­dy­na­mik und eine unnö­ti­ge Unru­he. Dabei hät­ten die­se Nach­rich­ten in den aller­meis­ten Fäl­len kei­nen erns­ten oder ech­ten Hin­ter­grund. Nach Erfah­rung der Poli­zei liegt in den aller­meis­ten Fäl­len ein harm­lo­ser Sach­ver­halt zu Grun­de. Eltern, Leh­rer oder ande­re Kon­takt­per­so­nen soll­ten sich den­noch bei ent­spre­chen­den Beob­ach­tun­gen an die Poli­zei wen­den.

Die oft­mals schnel­le Ver­brei­tung von sol­chen Beob­ach­tun­gen füh­re manch­mal zu Fehl­ein­schät­zun­gen, berich­tet Poli­zei­spre­cher Chris­toph Hüls. Es sei­en Fäl­le bekannt, wo Auto­fah­rer Kin­dern ledig­lich hel­fen oder trös­ten woll­ten, und plötz­lich mit Beschrei­bung samt Kenn­zei­chen durch die sozia­len Medi­en getrie­ben wur­den. Damit ist nie­man­dem gedient. Wohl aber mit offe­nen Augen und einer gesun­den Por­ti­on Skep­sis. Sei­ne Kin­dern bei­zu­brin­gen, sich wie in Nach­rodt-Wib­ling­wer­de in so einer Situa­ti­on rich­tig zu ver­hal­ten, ist auf jeden Fall rich­tig und wich­tig! Eben­so, bei ver­däch­ti­gen Beob­ach­tun­gen die 110 zu wäh­len!

Sym­bol­fo­to: Mar­kus Klüm­per

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