2. März 2024
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Großbrand in Wohnsiedlung: Zwei Familien mit sechs Kindern verlieren Heim

WIPPERFÜRTH (mk) Ein ver­hee­ren­der Brand im ober­ber­gi­schen Wip­per­fürth-Ohl, unmit­tel­bar an der Gren­ze zu Kierspe-Rön­sahl, macht zwei Fami­li­en mit ins­ge­samt sechs Kin­dern obdach­los. Ein Car­port-Brand schlug in der Nacht zu Mitt­woch, 20. Dezem­ber, auf die Dächer von zwei angren­zen­den Ein­fa­mi­li­en­häu­sern über. Als die ers­ten Kräf­te der Lösch­grup­pe Klas­wip­per ein­tra­fen, brann­te bereits ein Dach­stuhl. Dass in dem Car­port sowie der benach­bar­ten Gara­ge drei Autos in vol­ler Aus­deh­nung brann­ten, war zweit­ran­gig. Den Wehr­leu­ten war klar, dass sie hier ein Infer­no ver­hin­dern muss­ten. Sofort wur­den wei­te­re Ein­hei­ten nach­alar­miert, auch die Feu­er­wehr des benach­bar­ten Mari­en­hei­de wur­de schnell um über­ört­li­che Hil­fe gebe­ten.

Ins­ge­samt waren rund 150 Ein­satz­kräf­te in dem Wohn­ge­biet, dar­un­ter auf das DRK zur Ver­sor­gung der Wehr­leu­te. Die lösch­ten zeit­wei­se aus etli­chen C‑Rohren, um ein kom­plet­tes Abbren­nen der Wohn­häu­ser zu ver­hin­dern. Das ist teil­wei­se auch gelun­gen: Das Feu­er konn­te weit­ge­hend auf die Dach­stüh­le begrenzt wer­den, doch auch die Fas­sa­den wur­den erheb­lich beschä­digt. Dass die Gara­ge, das Car­port und die drei Autos kom­plet­ter Raub der Flam­men wur­den, war nicht mehr zu ver­hin­dern. Die Häu­ser sind den­noch unbe­wohn­bar, denn erfah­rungs­ge­mäß rich­ten Rauch­ga­se und Lösch­was­ser auch auf den Eta­gen erheb­li­che Schä­den an, die von direk­ten Flam­men ver­schont blie­ben.

Die angren­zen­den Nach­barn muss­ten ihre Häu­ser ver­las­sen und erin­ner­ten sich an einen schlim­men Brand, der vor rund einem Jahr im sel­ben Wohn­ge­biet gewü­tet hat­te. Damals hat­te eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge die Lösch­ar­bei­ten mas­siv erschwert, das Anwe­sen brann­te kom­plett aus. Noch heu­te hat die betrof­fe­ne Fami­lie unter den Fol­gen zu lei­den, weil es erheb­li­che Pro­ble­me mit der Ent­sor­gung des ver­brann­ten Mate­ri­als gibt.

Was nun auf die bei­den Fami­li­en zukommt, ist genau­so unklar wie die Ursa­che die­ses ver­hee­ren­den Feu­ers. Eine Fami­lie konn­te bei Ver­wand­ten unter­kom­men, die zwei­te war auf eine Unter­kunft durch das Ord­nungs­amt ange­wie­sen. Wip­per­fürths Bür­ger­meis­te­rin Anne Loth ver­schaff­te sich selbst noch wäh­rend der Lösch­ar­bei­ten einen Über­blick über das Ein­satz­ge­sche­hen.

Nach rund einer Stun­de waren die Flam­men bereits weit­ge­hend unter Kon­trol­le, doch die Feu­er­wehr stellt sich auf zeit­rau­ben­de Nach­lösch­ar­bei­ten ein. Der Ein­satz wird bis in die Mor­gen­stun­den dau­ern.

Wir berich­ten wei­ter!


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