2. März 2024
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Kiersper randaliert in Klinik und kassiert mehrere Strafanzeigen

LÜDENSCHEID / KIERSPE (mk) Die­se Pres­se­mel­dung der Poli­zei zeigt ein­drück­lich, womit es Ein­satz­kräf­te, aber auch Pfle­ge­rin­nen und Pfle­ger sowie Ärz­te in ihrem Job immer wie­der zutun haben. Den Men­schen im Lüden­schei­der Kli­ni­kum muss man wohl beson­de­ren Respekt zol­len, da die­se den jun­gen Mann am Mitt­woch, 1. Novem­ber, trotz der ver­ba­len und kör­per­li­chen Ent­glei­sun­gen noch so gut behan­del­ten, wie es nötig und mög­lich war. Der Kier­sper, der ver­letzt Hil­fe benö­tig­te, konn­te froh sein, dass der “Eid des Hip­po­kra­tes” noch zähl­te. Nach der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung war aber Schluss, ein wei­te­rer Auf­ent­halt des undank­ba­ren Pati­en­ten war dem Kli­nik­per­so­nal nicht zuzu­mu­ten. Das hielt den Herrn aber nicht davon ab, wei­ter für einen Tumult zu sor­gen und sogar ande­re Men­schen zu ver­let­zen. Den Ablauf hat Poli­zei­spre­cher Mar­cel Dil­ling zusam­men­ge­fasst. Was der Poli­zei­haupt­kom­mis­sar hier auf­lis­te­te, klingt so unglaub­lich, dass es nun im ori­gi­na­len Wort­laut der Pres­se­mel­dung zitiert wird:

“Ein Kier­sper (18) wur­de ges­tern, gegen 4 Uhr, mit einer leich­ten Kopf­ver­let­zung ins Kli­ni­kum Lüden­scheid ein­ge­lie­fert. Im Pati­en­ten­zim­mer schrie er laut­stark her­um, spuck­te auf den Boden und ver­such­te in eine Zim­mer­ecke zu uri­nie­ren. Kran­ken­haus­mit­ar­bei­ter hiel­ten ihn davon ab und wur­den dar­auf­hin ihrer­seits bespuckt, geschla­gen und als “Miss­ge­burt” und “Huren­sohn” belei­digt. Die Poli­zei wur­de hin­zu­ge­zo­gen. Die Beam­ten nah­men eine Straf­an­zei­ge wegen Belei­di­gung und Kör­per­ver­let­zung auf, sicher­ten die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung des Man­nes durch einen Arzt ab und erteil­ten anschlie­ßend einen Platz­ver­weis, dem er zunächst nach­kam. Etwa eine hal­be Stun­de spä­ter wur­den die Beam­ten erneut zur Not­auf­nah­me geru­fen. Der Kier­sper hat­te sich nach Abrü­cken der Beam­ten in die Schleu­se der Ambu­lanz gelegt und war ein­ge­schla­fen. Als ihn die Mit­ar­bei­ter anspra­chen, trat, schlug und spuck­te er erneut um sich und belei­dig­te eine Mit­ar­bei­te­rin u.a. als “Hure”. Zwei Ange­stell­te wur­den leicht ver­letzt. Die Poli­zis­ten nah­men den Tat­ver­däch­ti­gen in Gewahr­sam. Hier­ge­gen leis­te­te er Wider­stand in Form von Schlä­gen und Trit­ten und belei­dig­te auch die Beam­ten u.a. als “Huren­söh­ne” und “scheiß Bul­len”. Er muss sich nun meh­re­ren Straf­ver­fah­ren wegen Kör­per­ver­let­zung, Belei­di­gung und Wider­stands gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te stel­len.“

Es bleibt abzu­war­ten, wie der 18-jäh­ri­ge sei­ne Ver­hal­ten erklärt.

Sym­bol­bild: Das Kli­ni­kum Lüden­scheid in der Nacht. FOTO: Mar­kus Klüm­per

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