16. Juli 2024
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Verdacht auf illegales Kraftfahrzeugrennen auf L561


Update 19:30 Uhr: Die Unfallaufnahme dauerte deutlich länger, als zunächst geschätzt. Inzwischen ist die Vollsperrung der Herscheider Landstraße aber wieder aufgehoben, wie die Polizei mitgeteilt hat.

LÜDENSCHEID (mk) Angesichts des hohen Sachschadens, der nach dem Unfall am Samstagmittag, 9. März, zu verzeichnen ist, kann man froh sein, dass niemand dramatisch verletzt wurde. Der Unfallverursacher, ein 43 Jahre alter Lüdenscheider, blieb unverletzt. Die ebenfalls aus der Bergstadt stammende Kia-Fahrerin erlitt leichte Blessuren und kam vorsorglich zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus. Sie hatte sich mit ihrem Auto überschlagen und war auf dem Dach in der Böschung liegengeblieben, nachdem der 43-jährige ihren Kia mit seinem BMW touchierte.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften an der Unfallstelle. Fotos: Markus Klümper

Dies ereignete sich gegen 12.30 Uhr: Beide befuhren die L561 von Lüdenscheid in Richtung Herscheid. Die Straße ist zweispurig, erlaubt sind maximal 100 Km/h. In Höhe der Einmündung nach Aechtenscheid, kurz vor einer angezogenen Linkskurve, passiert es: Der BMW der Baureihe E60 geriet plötzlich ins Schlingern, und stößt beifahrerseitig mit dem Heck gegen die Front des Kia auf der Fahrerseite. Diese Kollision führte dazu, dass beide Unfallbeteiligte die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verlieren. Auch der BMW landet erheblich beschädigt in der Böschung.

Obgleich immerhin Tempo 100 gilt: Angesichts der Straßenverhältnisse bei strahlend blauem Himmel lässt sich der Unfallhergang damit allein nicht erklären. Weder das Fahrmanöver des Verursachers, noch die Auswirkung. Aufgrund der Spurenlage und erster Zeugenaussagen kommt bei der Unfallaufnahme durch die Polizei der Verdacht auf, dass der BMW halsbrecherisch schnell unterwegs gewesen sein könnte.

Ein illegales Autorennen zwischen den beiden Unfallbeteiligten schließen die Beamten aus, aber der Paragraph 315d des Strafgesetzbuches stellt bereits das “grob verkehrswidrige und rücksichtslose Fahren” eines einzelnen Autofahrers, “um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen” unter empfindliche Strafen. Um den Unfallhergang rekonstruieren zu können, wurde ein spezialisiertes Verkehrsunfall-Team angefordert, dass in diesem Fall aus Wuppertal kommt.

Dazu ist es auch nötig, die L561 bis zum späten Nachmittag voll zu sperren. Während der Rettungsmaßnahmen war das noch nicht nötig. Obwohl neben der Polizei auch die Feuerwehr, ein Notarzt und zwei Rettungswagen zur Unfallstelle ausrückten, wurde der Verkehr nur geringfügig beeinflusst. Beide Autos dürften Totalschäden haben und mussten abgeschleppt werden.

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