2. März 2024
FreizeitMeinerzhagenVolmetal

Kings of Floyd begeistern in Meinerzhagener Stadthalle

Bei den Auf­trit­ten von Pink-Floyd-Cover­bands gibt es ein Phä­no­men: Wäh­rend die erfolg­reichs­ten und bekann­tes­ten Stü­cke auf Kon­zer­ten über­wie­gend zum Ende hin, mit­un­ter sogar erst in der Zuga­be gespielt wer­den, hat sich in die­sem Gen­re eta­bliert, mit “Shi­ne on you cra­zy Dia­mond” zu begin­nen. Genau­er gesagt mit Part 1 bis 5 des ziem­lich lan­gen Stü­cken. Kings of Floyd (nicht zu ver­wech­seln mit dem Sän­ger King Floyd!) mach­ten es bei ihrem Gig in der Mei­nerz­ha­ge­ner Stadt­hal­le am Frei­tag, 3. Novem­ber, nicht anders, und lie­fer­ten offen­bar das, was das Publi­kum wünsch­te. Mit dem ein­ge­blen­de­ten Por­trät von Syd Bar­rett, der als eigent­li­cher Erfin­der von Pink Floyd gilt. Das Lied ist bekannt­lich eine Wür­di­gung sei­ner tra­gi­schen Per­son.


Jeden­falls waren die Gäs­te vom ers­ten Takt an in Stim­mung. Besu­cher hät­ten es aller­dings ruhig noch etwas mehr sein kön­nen, denn der eine oder ande­re Platz blieb leer. Mark Gil­le­spie, Lead­sän­ger und Kopf der Trup­pe, kom­men­tier­te dies selbst­iro­nisch-bis­sig mit “it looks like wie aus­ver­kauft”, und läs­ter­te in ähn­li­chem Stil auch über die Loca­ti­on. Nun, das ist letzt­lich Geschmack­sa­che, außer­dem war das Publi­kum selbst in Fei­er­lau­ne. Und die Band, eige­ner Ver­an­stal­ter des Kon­zer­tes, hat sich den Ort ja selbst aus­ge­sucht.

Fotos: Mar­kus Klüm­per


Die Musik von Pink Floyd zu covern, ist eine anspruchs­vol­le Num­mer, schließ­lich wird die Band sowohl dem Pro­gres­si­ve- als auch dem Psy­che­de­lic Rock zuge­ord­net. Oben­drein sind die Plat­ten nicht wegen der Musik selbst beliebt, son­dern auch wegen ihrer über­ra­gen­den Klang­qua­li­tät. All dies ergibt hohe Hür­den für Live-Auf­trit­te, und die visu­el­len Effek­te kom­men noch oben­drauf. Letzt­lich ist das für die Musi­ker stets eine Grat­wan­de­rung zwi­schen Par­ty und Per­fek­tio­nis­mus. Irgend­wie ist es King of Floyd gelun­gen, selbst mit Per­fek­ti­on zu punk­ten, und dem Publi­kum die Par­ty­stim­mung zu über­las­sen. Das trifft viel­leicht nicht Geschmack jeden Pink-Floyd-Lieb­ha­bers, aber in der Stadt­hal­le hat es den Nerv der Gäs­te getrof­fen.
Wenn es dar­um geht, sich in Ori­gi­nal­treue zu ver­beis­sen, sind Kings of Floyd ganz weit vor­ne, und erfül­len damit ihr eige­nes Ver­spre­chen auf den Punkt!
Mit der Zusam­men­stel­lung der Songs ging man wenig Wag­nis­se ein: Dogs of War war da noch ein Titel, der nicht immer ganz oben auf jeder Set­list steht, meh­re­re Stü­cke vom Kon­zept­al­bum The Wall sind hin­ge­gen Pflicht­pro­gramm.
Kurz­um: Kings of Floyd lie­fer­ten in rund zwei Stun­den exakt das, was die Lieb­ha­ber des Ori­gi­nals glück­lich mach­te. Mehr geht eigent­lich nicht!

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