15. April 2024
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Polizisten wehren sich mit Taser gegen Messer-Bedrohung

LÜDENSCHEID (mk) Gegen einen Ran­da­lie­rer muss­te die Poli­zei am spä­ten Sonn­tag­nach­mit­tag, 18. Febru­ar, mit zwei Strei­fen­wa­gen­be­sat­zun­gen in des­sen eige­ner Woh­nung vor­ge­hen. Dar­aus ent­wi­ckel­te sich sogar eine Bedro­hungs­la­ge, die die Beam­ten aller­dings schnell in den Griff beka­men: Es wur­de ein Taser ein­ge­setzt, wodurch der Bewoh­ner kampf­un­fä­hig wur­de.

Gegen 16.30 Uhr wur­de die Poli­zei von Anwoh­nern alar­miert, weil jemand Möbel aus dem Fens­ter warf. Die gemel­de­te Adres­se: Ein Gebäu­de mit schil­lern­der Ver­gan­gen­heit, näm­lich das ehe­ma­li­ge Bor­dell an der Vol­me­stra­ße in Lüden­scheid-Ahel­le. Als die Beam­ten ein­tra­fen, woll­te sich der Bewoh­ner aber nicht beru­hi­gen, son­dern ver­bar­ri­ka­dier­te sich so in sei­ner Woh­nung, dass sich die Beam­ten gewalt­sam Zutritt ver­schaf­fen muss­ten. Plötz­lich hat­te der Mann ein Mes­ser in der Hand, mit dem er die Poli­zis­ten bedroh­te.

Die­se wehr­ten sich effek­tiv und setz­ten einen Taser ein. Das Gerät ver­fehl­te sei­ne Wir­kung nicht, und die Lage war umge­hend wie­der unter Kon­trol­le. Für den Bewoh­ner wur­den der Ret­tungs­dienst und ein Not­arzt alar­miert. Aller­dings nicht nur wegen etwa­iger Nach­wir­kun­gen des Elek­tro­scho­ckers, son­dern auch hin­sicht­lich des psy­chi­schen Zustan­des des Ran­da­lie­rers. Der war näm­lich bedenk­lich, wes­halb der Mann nach ers­ten Unter­su­chun­gen vor Ort unter Anwen­dung der “PsychKG” ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wor­den ist.

Der ärzt­li­che Befund dürf­te auch hin­sicht­lich der juris­ti­schen Bewer­tung der Lage rele­vant wer­den, wenn die Schuld­fä­hig­keit des Man­nes zu beur­tei­len ist. Die Poli­zei hat erst­mal eine Straf­an­zei­ge wegen “Wider­stands gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te” geschrie­ben, erklär­te Poli­zei­spre­cher Chris­toph Hüls auf Nach­fra­ge.

Zahl­rei­che Ein­satz­fahr­zeu­ge vor dem ehe­ma­li­gen Bor­dell in der Vol­me­stra­ße. Fotos: Mar­kus Klüm­per