2. März 2024
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“Schlammschlacht” beim Stoppelfeldrennen in Ebberg

MEINERZHAGEN (mk) Die­se Dis­zi­plin ist nicht nur Motor­sport. Wer hier antritt, muss damit rech­nen, wie nach einer Schlamm­schlacht aus­zu­se­hen. Vor allem, wenn das Wet­ter so nass ist, wie beim Stop­pel­feld­ren­nen am ver­gan­ge­nen Sams­tag, 27. Okto­ber, in Ebberg. Ver­an­stal­ter war der Drol­s­ha­ge­ner Ver­ein “Acker­sprin­ter-Motor­sport”. Sprin­ten konn­ten aller­dings nur die gelän­de­gän­gigs­ten Fahr­zeu­ge, denn bei den vor­herr­schen­den Bedin­gun­gen auf der Pis­te war vor allem Trak­ti­on wich­tig. Nicht jedes der kurio­sen Gefähr­te hat den Par­cours über­wun­den, für einen umge­bau­ten Opel Vec­tra muss­te bei­spiels­wei­se ein ret­ten­der Tre­cker auf das abge­ern­te­te Feld.

Neu­er Look nach nur ein oder zwei Run­den auf dem Acker! FOTOS: Mar­kus Klüm­per

Kei­ne Fra­ge: Hier stand der Fahr­spaß im Vor­der­grund, und bis­si­ge Sprü­che wur­den nicht krumm­ge­nom­men. So wur­de dem Fah­rer einer Best­zeit unter die Nase gerie­ben, dass die­se nicht lan­ge bestehen wür­de, schließ­lich wür­de sein Sohn auch noch antre­ten. Letzt­lich ging es offen­bar ein­fach nur dar­um, sich mit ver­rück­ten Kis­ten rich­tig aus­zu­to­ben.

Allein der Auf­bau der Renn­fahr­zeu­ge dürf­te Lau­ne gemacht haben. Wer nicht weiß, was er mit sei­nem alten Suzu­ki Swift anfan­gen soll, konn­te sich hier inspi­rie­ren las­sen. Auch ein alter VW Golf ließ sich noch ziel­si­cher iden­ti­fi­zie­ren. Abseits davon wur­de es aber schwie­rig. Als der Mode­ra­tor einen Audi mit 2,6‑Liter Sechs­zy­lin­der ankün­dig­te, denkt man eher an eine gemüt­li­che Ren­ter­kut­sche der Bau­rei­he A6. Mit 150 PS, ein dank­ba­rer Motor mit gutem Ruf. Das Aggre­gat leis­te­te auch am Ebberg gute Diens­te, das Fahr­zeug sah aller­dings eher aus, als stamm­te es einem der “Mad Max”-Actionfilme. In ähn­li­cher Bau­form tra­ten auch die meis­ten Fahr­zeu­ge des Teil­neh­mer­fel­des an.

Die Fah­rer, bis­wei­len auch Fah­re­rin­nen, sahen nach weni­gen Run­den auf dem durch­weich­ten Acker selbst aus “wie Sau” und hat­ten offen­sicht­lich rich­tig Spaß dar­an. Den hat­ten auch die zahl­rei­chen Zuschau­er, die sich ob des Nie­der­schla­ges aber auch unter dem Dach auf­hiel­ten und Brat­würs­te oder ein kal­tes Bier genos­sen.

Wer nach der ziem­lich mat­schi­gen Ver­an­stal­tung wie­der ein sein Auto setz­te, muss­te nur auf­pas­sen, die­ses nicht unnö­tig dre­ckig zu machen, und kei­nes der frei­lau­fen­den Hüh­ner zu über­fah­ren. Die lie­fen näm­lich zwi­schen den gepark­ten Autos umher. Mehr Land­le­ben im Motor­sport geht nicht, und macht schon beim Zuschau­en eine Mords­gau­di!

Fahr­zeu­ge wie aus einem “Mad Max”-Actionfilm! FOTOS: Mar­kus Klüm­per
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