22. Februar 2024
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Mann stirbt bei Hausbrand, mutige Ersthelfer teils schwer verletzt

SCHALKSMÜHLE (mk) Bei einem ver­hee­ren­den Feu­er in einem Wohn­haus auf der Häl­ver­stra­ße ist am Mon­tag, 12. Febru­ar, ein Haus­be­woh­ner im Alter von 90 Jah­ren ums Leben gekom­men. Vier wei­te­re Per­so­nen wur­den ver­letzt, zwei von ihnen schwer. Bei ihnen han­del­te es sich um muti­ge Erst­hel­fer, unter ihnen drei Hand­wer­ker, die zufäl­lig an dem bren­nen­den Haus vor­bei­ka­men. Sie bra­chen die Haus­tür auf und ver­such­ten noch, Bewoh­ner zu ret­ten, kamen aber nicht gegen die Flam­men an. Nach Anga­ben der Poli­zei wur­den sie mit Ver­dacht auf Rauch­gas­ver­gif­tun­gen ins Kran­ken­haus gebracht. Der Brand konn­te schnell ein­ge­dämmt wer­den, doch eine extre­me, weit sicht­ba­re Rauch­wol­ke hat­te das betrof­fe­ne Anwe­sen fest im Griff.

Auch das DRK war mit etli­chen Kräf­ten im Ein­satz, zur Ret­tung, aber auch für die Ver­pfle­gung an der Ein­satz­stel­le. Fotos: Mar­kus Klüm­per

Gegen 17 Uhr wur­de die Feu­er­wehr mit dem Stich­wort “Feu­er 2 — ent­wi­ckel­ter Brand” alar­miert. Zunächst war ein Zim­mer­brand gemel­det wor­den, der sich ver­mut­lich rasend schnell auf der gan­zen Eta­ge aus­ge­brei­tet hat­te. Aus­ge­rückt sind zunächst die Ein­hei­ten Schalks­müh­le, Dah­ler­brück und Hül­scheid. Auch die Lösch­grup­pe Win­keln wur­de alar­miert: “Von dort brau­chen wir wei­te­re Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger”, erklär­te Ein­satz­lei­ter Marc Fürst. Aus Lüden­scheid wur­de eine Dreh­lei­ter ent­sandt. Ins­ge­samt 70 Wehr­leu­te waren im Ein­satz, dar­über­hin­aus ein Groß­auf­ge­bot an Ret­tungs­sa­ni­tä­tern, Not­ärz­ten und von der Poli­zei. Nicht zu ver­ges­sen: Spä­ter kamen auch noch Ehren­amt­li­che vom DRK Hal­ver, die die Ver­pfle­gung an der Ein­satz­stel­le sicher­stell­ten. Wei­te­re DRK-Hel­fer unter­stütz­ten den Regel­ret­tungs­dienst bei der Ver­sor­gung der Ver­letz­ten. Spä­ter am Abend wur­de sogar das Tech­ni­sche Hilfs­werk von der Poli­zei ange­for­dert, um das mas­siv beschä­dig­te Haus abzu­si­chern.

Selbst spä­ter am Abend waren der Ein­satz noch nicht been­det.

Auch gegen 21.30 Uhr war der Ein­satz ent­ge­gen zwi­schen­zeit­li­cher Hoff­nun­gen noch immer nicht been­det: “Wir müs­sen noch immer Nach­lösch­ar­bei­ten durch­füh­ren”, berich­tet Marc Fürst von der Ein­satz­stel­le. Die Häl­ver­stra­ße ist daher noch eine gan­ze Wei­le voll gesperrt. Die Flam­men waren in Zwi­schen­de­cken gezo­gen, immer wie­der müs­sen Wehr­leu­te gegen Glut­nes­ter ange­hen. Zwi­schen­zeit­lich wur­de der Bewoh­ner im Gebäu­de tot auf­ge­fun­den. Weder die muti­gen Erst­hel­fer, noch die Feu­er­wehr­leu­te hat­ten ihm noch hel­fen kön­nen. Die Ange­hö­ri­gen wur­den seel­sor­ge­risch betreut.
Völ­lig unklar ist zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt, was den Brand aus­ge­löst hat.

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