2. März 2024
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LKW ohne Zulassung rammt Kleinwagen: Beifahrerin schwerverletzt!

KIERSPE (mk) Die Fried­rich-Ebert-Stra­ße muss­te am frü­hen Sams­tag­abend, 11. Novem­ber, in Höhe der Fa. Pott­hoff für etli­che Stun­den voll gesperrt wer­den. Hier hat­te sich um 17.30 Uhr ein Auf­fahr­un­fall ereig­net, der dra­ma­ti­scher war, als man es im Stadt­ge­biet erwar­ten wür­de. Bei dem auf­ge­fah­re­nen Fahr­zeug, han­del­te es sich um einen Sat­tel­schlep­per, glück­li­cher­wei­se ohne schwe­ren Auf­lie­ger. Der hat­te einen Klein­wa­gen von hin­ten gerammt, des­sen Fah­rer anhielt, um nach links in die Wie­sen­stra­ße abzu­bie­gen.

Der VW wur­de völ­lig zer­stört. FOTOS: Mar­kus Klüm­per

Er und sei­ne Bei­fah­re­rin wur­den bei der Kol­li­si­on ver­letzt. Der Fah­rer leicht, die Frau aber mög­li­cher­wei­se sogar lebens­ge­fähr­lich: “Ein­ge­klemmt waren die bei­den nicht, aber auf­grund der Ver­let­zungs­mus­ter haben wir eine pati­en­ten­scho­nen­de Ret­tung vor­ge­nom­men”, erklärt Feu­er­wehr­spre­cher Chris­ti­an Schwan­ke. Dafür wur­den auf der Bei­fah­rer­sei­te des klei­nen VW bei­de Türen mit hydrau­li­schem Gerät ent­fernt, so dass die Ret­tungs­kräf­te frei­en Zugang hat­ten und die Fahr­zeug­insas­sen mög­lichst behut­sam aus dem Auto geholt wer­den konn­ten. Das hat bei der Bei­fah­re­rin zwar 20 Minu­ten gedau­ert, doch in die­ser Zeit konn­ten sich bereits der orts­an­säs­si­ge Arzt Jochen Reif­fert und der Not­arzt des Regel­ret­tungs­dienst um die Ver­letz­ten küm­mern. Die kamen bei­de mit Ret­tungs­wa­gen ins Lüden­schei­der Kli­ni­kum.

Der LKW hät­te so kei­nen Mil­li­me­ter mehr aus eige­ner Kraft bewegt wer­den dür­fen!

Durch den Auf­prall wur­de der VW mas­siv beschä­digt. Die Kol­li­si­on war so stark, dass selbst die Zug­ma­schi­ne deut­lich sicht­bar beschä­digt wur­de. Deren Fah­rer, der ein­deu­ti­ge Unfall­ver­ur­sa­cher, blieb unver­letzt. Er und sein Chef haben aber bezüg­lich des LKW noch ganz ande­re Pro­ble­me. Die Poli­zei staun­te nicht nur wegen des Unfall­scha­dens am der Front des LKW. Rele­van­ter war die Tat­sa­che, dass das Fahr­zeug nicht nur abge­mel­det war, son­dern bereits einen amt­li­chen Auf­kle­ber an der Sei­ten­schei­be kle­ben hat­te, der zum Abtrans­port auf­for­der­te. Kurz­um: Das Fahr­zeug hät­te so kei­nen Mil­li­me­ter mehr bewegt wer­den dür­fen. Der Fah­rer konn­te man­gels deut­scher Sprach­kennt­nis­se nichts Sach­dien­li­ches aus­sa­gen. Es wird ver­mu­tet, dass er den LKW im Auf­trag des Besit­zers im Schutz der Dun­kel­heit ille­gal fort­be­wegt hat.
Unklar ist, wel­chen Ein­fluss dies auf das Unfall­ge­sche­hen hat­te. Der tat­säch­li­che tech­ni­sche Zustand des LKW ist der­zeit völ­lig unklar, die Haupt­un­ter­su­chung wäre noch im Novem­ber fäl­lig. Die Poli­zei sieht aber eher Unauf­merk­sam­keit als Aus­lö­ser für den Unfall.
Die Feu­er­wehr war auf­grund der Alar­mie­rung “TH1 — ein­ge­klemm­te Per­son” in Zug­stär­ke ange­rückt, aus­ser­dem waren Ehren­amt­li­che des DRK im Ein­satz. Nach­dem die bei­den Ver­letz­ten befreit und dem Ret­tungs­dienst über­ge­ben waren, sicher­ten die 21 Kräf­te des Lösch­zug 1 noch die Unfall­stel­le ab und klemm­ten die Bat­te­rie des Klein­wa­gens ab. Wann die Sper­rung auf­ge­ho­ben wer­den konn­te, war nach Anga­ben der Poli­zei vor allem vom Ein­tref­fen der Ber­gungs­fahr­zeu­ge abhän­gig, zwi­schen­zeit­lich soll­te der Ver­kehr zumin­dest ein­spu­rig wie­der rol­len. Den Sach­scha­den an dem völ­lig zer­stör­ten VW sowie dem LKW schätzt die Poli­zei auf min­des­tens 15–20.000 Euro. Bei­de Fahr­zeu­ge hat­ten Kenn­zei­chen “MK”, der LKW aber ohne die Zulas­sungs­sie­gel. Gegen 21.30 Uhr konn­te die Sper­rung kom­plett auf­ge­ho­ben wer­den.

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