22. Februar 2024
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Jugendlicher beleidigt und tritt hilfsbereite Polizisten

HERSCHEID (mk) Gera­de ein­mal 16 Jah­re alt war der Jugend­li­che, der sich am ver­gan­ge­nen Sams­tag­abend, 9. Dezem­ber, nicht gera­de dank­bar ver­hielt, als ihm Poli­zei­be­am­ten Hil­fe anbo­ten. Der Besat­zung eines Strei­fen­wa­gens waren an der Else­ner Stra­ße zwei jun­ge Män­ner auf­ge­fal­len, von denen einer kaum noch lau­fen konn­te. Obgleich die­ser Hil­fe wohl gut hät­te gebrau­chen kön­nen, hielt er von dem Ange­bot der Poli­zei wenig und zog es statt­des­sen vor, die Beam­ten hef­tig zu belei­di­gen, wie die Poli­zei­pres­se­stel­le in einer Mel­dung erklär­te. Doch es blieb nicht bei ehr­ver­let­zen­den Wor­ten, die­se wur­den sogar bedroh­lich.
Auf die Aus­sa­gen “Ich schla­ge Dich” und “ich habe ein Mes­ser” folg­te oben­drein sogar eine aggres­si­ve Hand­lung, denn der jun­ge Mann ging plötz­lich mit einer Glas­fla­sche in der Hand bedroh­lich auf die Poli­zis­ten zu. Denen wur­de die Sache nun zu bunt, sie über­wäl­tig­ten und fes­sel­ten den Que­ru­lan­ten. Das glück­te, Trit­te beka­men die Beam­ten den­noch ab. Aus­ser­dem ver­such­te der 16-Jäh­ri­ge, die Ein­satz­kräf­te zu beis­sen und anzu­spu­cken.
Auf dem Weg zur Wache stürz­te der Jugend­li­che, und wur­de bewusst­los. Eine anschlie­ßen­de Fahrt im Ret­tungs­wa­gen geriet für alle Betei­lig­ten zur Gedulds­pro­be, die Beglei­tung durch einen Strei­fen­wa­gen erwies sich als abso­lut ange­bracht. Trotz zwi­schen­zeit­lich ver­such­ter Über­grif­fe auf eine Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin wur­de die Not­auf­nah­me der Kli­nik erreicht, wo der jun­ge Mann sich wei­ter­hin sehr umko­ope­ra­tiv und sehr belei­di­gend ver­hielt. Mehr­fach war eine Fixie­rung durch die Poli­zei nötig. Allein der Ein­satz in der Not­auf­nah­me hat nach Anga­ben der Poli­zei rund zwei Stun­den gedau­ert. “Es folg­te das Schrei­ben der Straf­an­zei­gen wegen eines tät­li­chen Angriffs auf Voll­stre­ckungs­be­am­te, Bedro­hung und Belei­di­gung”, erläu­tert Poli­zei­spre­cher Chris­toph Hüls, was den jun­gen Mann nun juris­tisch erwar­tet. Unklar bleibt aller­dings, was nach der Behand­lung im Kran­ken­haus aus dem 16-Jäh­ri­gen wur­de, aus­ser­dem bleibt die Fra­ge offen, was das Ver­hal­ten aus­ge­löst hat.
Der Beglei­ter, der mit ihm gemein­sam von der Poli­zei in Her­scheid ange­trof­fen wur­de, habe sich aller­dings nicht auf­fäl­lig ver­hal­ten, so Hüls.

Hier die Pres­se­mel­dung der Poli­zei im ori­gi­na­len Wort­laut:

Eine Strei­fen­wa­gen-Besat­zung sah an der Else­ner Stra­ße zwei jun­ge Män­ner, von denen sich der eine kaum auf den Bei­nen hal­ten konn­te. Als die Poli­zei­be­am­ten anhiel­ten und frag­ten, ob sie hel­fen könn­ten, begrüß­te sie der 16-Jäh­ri­ge mit “Fuck You”. Es folg­ten im Lau­fe der nächs­ten Minu­ten “Ich ficke euch” und “Huren­söh­ne”, “scheiß Huren­söh­ne”, “ehren­vol­ler Wich­ser”, “Ich ficke dei­ne Mut­ter”, “Ich schla­ge dich”, “Ich habe ein Mes­ser”, usw. Als er mit einer Glas­fla­sche in der Hand bedroh­lich auf die Poli­zei­be­am­ten los­ging, über­wäl­tig­ten und fes­sel­ten ihn die Beam­ten. Sie beka­men meh­re­re Trit­te ab. Außer­dem ver­such­te er, die Ein­satz­kräf­te anzu­spu­cken und zu bei­ßen. Die Poli­zei infor­mier­te die Eltern. Doch weil er wei­ter aggres­siv auf­trat und sich nicht unter Kon­trol­le hielt, nah­men ihn die Poli­zei­be­am­ten mit zur Wache. Dort stürz­te er erneut und wur­de bewusst­los, wes­halb die Poli­zei einen Ret­tungs­wa­gen hin­zu­zog. Ein Strei­fen­wa­gen beglei­te­te die Fahrt zur Kli­nik. Unter­wegs ver­such­te er, von der Tra­ge auf­zu­ste­hen und die Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin zu bespu­cken, wes­halb die Fahrt unter­bro­chen wer­den muss­te. Auch in der Not­auf­nah­me brüll­te er her­um und setz­te sei­ne Belei­di­gungs­ka­no­na­den mit “Scheiß Bul­len”, “Bas­tar­de”, “Wich­ser” usw. fort. Mehr­mals muss­ten ihn die Poli­zei­be­am­ten erneut fixie­ren. Bis der jun­ge Mann unter Kon­trol­le war, dau­er­te es wei­te­re zwei Stun­den. Ein­satz­en­de: 0.27 Uhr. Es folg­te das Schrei­ben der Straf­an­zei­gen wegen eines tät­li­chen Angriffs auf Voll­stre­ckungs­be­am­te, Bedro­hung und Belei­di­gung.

Sym­bol­fo­to: Mar­kus Klüm­per

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