2. März 2024
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Kiersper Weihnachtsmarkt erlebt Wetter als Widersacher

Geor­ge Frei­wat wirk­te beim Anblick der nahe­zu lee­ren Mar­ga­re­then­kir­che am Sams­tag, 9. Dezem­ber, schon spür­bar ent­täuscht. Ein musi­ka­li­scher Act stand noch auf dem Pro­gramm: “Aber für wen denn?”, fragt sich der Pfar­rer, den eigent­lich so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Aber das Wet­ter ist für den Kier­sper Weih­nachts­markt ein Schlag ins Kon­tor. Kaum einer der weni­gen Besu­cher ver­irrt sich am Abend wäh­rend des Mark­tes in die Kir­che, obwohl es dort immer­hin tro­cken und gemüt­lich ist. Die Zuver­sicht hat Frei­wat aller­dings nicht ver­las­sen, schließ­lich soll das Wet­ter für den Sonn­tag etwas erträg­li­cher wer­den.
Vie­le Buden­be­trei­ber haben aller­dings ange­sichts der nass­kal­ten, stür­mi­schen Wit­te­rung bereits auf­ge­ben müs­sen: “Unse­re Nach­bar­stän­de muss­ten bereits ein­pa­cken, denen wären bei­na­he die Stän­de weg­ge­flo­gen”, berich­te­te ein Hel­fer vom Stand des MBC Kierspe, wo typi­sche Imbiss­ge­rich­te ange­bo­ten wur­den. Und lan­ge durch­hielt. Mit viel Humor hielt eine Dele­ga­ti­on der UWG die Fah­ne hoch, die in die­sem Jahr Spen­den für den Senio­ren­bei­rat erwirt­schaf­te­te. Hier gab es hei­ße Geträn­ke, auf Wunsch mit Schuss. Eigent­lich ide­al für das Wet­ter, den­noch war der Absatz schlep­pend, erklärt Cle­mens Wie­land. Das lag weni­ger an der Akzep­tanz, son­dern schlicht und nach­voll­zieh­bar dar­an, dass kaum ein Besu­cher den Weg zum Weih­nachts­markt rund um die Mar­ga­re­then­kir­che gefun­den hat.
Ein pro­fes­sio­nel­ler Anbie­ter für Beklei­dung hat auch ent­nervt ein­ge­packt, die “Besat­zung” eines Cre­pe-Stand ließ sich hin­ge­gen nicht aus der Ruhe brin­gen.
Dass in der geschmück­ten und hei­me­lig aus­ge­leuch­te­ten Kir­che nur weni­ge Besu­cher den auf der Orgel gespiel­ten Weih­nachts­lie­dern lausch­ten, wirk­te gera­de­zu sur­re­al. Bleibt nur die Hoff­nung auf den Sonn­tag. Ein Wet­ter wie in der ver­gan­ge­nen Woche beim Rön­sah­ler Weih­nachts­markt, wo Besu­cher und Betrei­ber wirk­lich Glück hat­ten, erwar­tet kei­ner. Aber etwas freund­li­cher darf es dann doch schon sein.
Erstaun­li­cher­wei­se gab es aber immer noch eine Hand­voll Besu­cher, denen der nass­kal­te, stür­mi­sche Wind offen­bar nichts anha­ben konn­te. Viel­leicht steckt in man­chen Sau­er­län­dern doch die Wider­stands­kraft von Wikin­gern!
FOTOS: Mar­kus Klüm­per

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