3. März 2024
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Stadt wartet auf Ergebnisse der Verkehrsmessung

Es feh­len nach Aus­sa­ge der Stadt Kierspe der­zeit noch die Aus­wer­tun­gen der letz­ten Ver­kehrs­mes­sun­gen, um gemein­sam mit dem Mär­ki­schen Kreis Mög­lich­kei­ten zu fin­den, mit denen die Belas­tun­gen ins­be­son­de­re durch den Güter­ver­kehr auf der Fried­rich-Ebert-Stra­ße (L528) und der Köl­ner Stra­ße (B237) gemil­dert wer­den könn­ten.

Aktu­ell kla­gen die Men­schen in Kierspe über das Ver­kehrs­auf­kom­men beson­ders auf die­sen, bei­den Stra­ßen. Die Ver­kehrs­si­cher­heit und die Lärm­be­las­tung durch die voll­be­la­den bis zu 40 Ton­nen schwe­ren LKW machen den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dabei die größ­ten Sor­gen. Dass der Güter­ver­kehr durch die Aus­wir­kun­gen der A45-Sper­rung deut­lich zuge­nom­men hat, ist ein­deu­tig. Ob die­se Mehr­be­las­tun­gen ver­kehrs­recht­li­che Maß­nah­men begrün­den, wird aller­dings unter­schied­lich beur­teilt.

“Nur wenn ver­läss­li­che und fun­dier­te Zah­len vor­lie­gen, kön­nen kon­kre­te Gefah­ren­la­gen bestimmt und dar­auf auf­bau­end wei­te­re Maß­nah­men umge­setzt und ver­kehrs­recht­li­che Anord­nun­gen getrof­fen wer­den”, erklärt Bür­ger­meis­ter Olaf Stel­se in einer Pres­se­mit­tei­lung. Die­se hat das Rat­haus am Frei­tag, 20. Okto­ber, her­aus­ge­ge­ben. Dar­in bit­tet er auch um Ver­ständ­nis, dass die Zah­len, die nach Inkraft­tre­ten des Durch­fahrts­ver­bo­tes für den Tran­sit­ver­kehr in Lüden­scheid erho­ben wor­den sei­en, zunächst abge­war­tet wer­den müss­ten.

Mit dem Mär­ki­schen Kreis stün­de er in enger Zusam­men­ar­beit und Abstim­mung, so der Bür­ger­meis­ter. Wesent­li­chen Ein­fluss auf das wei­te­re Vor­ge­hen sei­en auch die Ergeb­nis­se einer Lärm­be­rech­nung. Auch das The­ma Fein­staub habe man im Blick, jedoch war sei­tens des Lan­des­am­tes für Natur, Umwelt und Ver­brau­cher­schutz (LANUV) kei­ne kurz­fris­ti­ge Mes­sung mög­lich. Ange­fragt habe man dies bereits Ende 2022. Nun hofft Bür­ger­meis­ter Stel­se, dass Kierspe in der Mess­netz­pla­nung für das kom­men­de Jahr berück­sich­tigt wird. Ent­spre­chen­de Anträ­ge sei­en über die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg gestellt, eine Ent­schei­dung gab es dar­über aller­dings nicht nicht.

Mit dem Mär­ki­schen Kreis gemein­sam ver­folgt Bür­ger­meis­ter Stel­se nach eige­nen Anga­ben auch eine wei­te­re Stra­te­gie zur Lösung der Pro­ble­me. Mit­te Sep­tem­ber 2023 rich­te­te er mit Land­rat Mar­co Voge einen gemein­sa­men Appell an Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing: eine „gro­ße
Lösung“ mit weit­räu­mi­gen Umlei­tun­gen des über­re­gio­na­len Güter­ver­kehrs über die Auto­bahn wur­de damit gefor­dert.

Fotos (2): Mar­kus Klüm­per

Rathaus der Stadt Kierspe
Foto: Markus Klümper
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