3. März 2024
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“Patientenorientierte Rettung” nach schwerem Unfall auf B54

KIERSPE (mk) Ein schwe­rer Fron­tal­zu­sam­men­stoß ereig­ne­te sich am Niko­laus­tag kurz nach 15 Uhr auf der Boll­werk­stra­ße. Aus noch unge­klär­ter Ursa­che sind zwei Autos fron­tal mit­ein­an­der kol­li­diert. Drei Per­so­nen wur­den dabei ver­letzt. Bei einer jun­gen Frau, die in einem Sko­da Citi­go mit einem ent­ge­gen­kom­men­den Kia zusam­men­prall­te, ent­schie­den sich die Ret­tungs­kräf­te für die soge­nann­te “Pati­en­ten­ori­en­tier­te Ret­tung”. Dabei wer­den mit schwe­rem, hydrau­li­schem Gerät sovie­le Tei­le des Unfall­wracks ent­fernt, damit die Unfall­be­tei­lig­ten mög­lichst scho­nend aus ihrer Not­la­ge geret­tet wer­den kön­nen. In die­sem Fall muss­te die Feu­er­wehr vor­ran­gig das Dach des Kleinst­wa­gens ent­fer­nen, damit die Ret­tungs­as­sis­ten­ten und Not­ärz­te direk­ten Zugang hat­ten.
Auch die bei­den Insas­sen des Kia wur­den ver­letzt, hier­zu lie­gen aller­dings noch kei­nen genaue­ren Anga­ben vor. Das Auto selbst dürf­te aber auch einen Total­scha­den erlit­ten haben. Eine drit­te Unfall­be­tei­lig­te blieb unver­letzt, ihr war aber der Schreck über das Unfall­ge­sche­hen deut­lich anzu­mer­ken. Ihr Audi Kom­bi ist auch beschä­digt wor­den, aller­dings ver­gleichs­wei­se gering.
Zwi­schen­zeit­lich war unklar, wie gefähr­lich die Ver­let­zun­gen der Sko­da-Fah­re­rin sind. Auch wur­de erwo­gen, ein exter­nes Ver­kehrs­un­fall-Team einer aus­wär­ti­gen Poli­zei zur Unfall­do­ku­men­ta­ti­on anzu­for­dern. Hier­zu konn­te aber Ent­war­nung gege­ben wer­den, was all­ge­mein den Rück­schluss zulässt, dass bei kei­nem der Ver­letz­ten lebens­ge­fähr­li­che Ver­let­zun­gen ange­nom­men wer­den.
An die­sem Ein­satz war ein Groß­auf­ge­bot an Ret­tungs­kräf­ten betei­ligt: Zunächst wur­de der Lösch­zug 4 alar­miert, spä­ter zur Unter­stüt­zung auch die Kräf­te vom Innen­stadt­lösch­zug. Drei Ret­tungs­wa­gen sowie ein Not­arzt waren vor Ort, und zufäl­lig sogar zwei Zoll­be­am­te. Die­se konn­ten mit den Blau­lich­tern ihres Dienst­fahr­zeu­ges zumin­dest bei der Absi­che­rung der unüber­sicht­li­chen Ein­satz­stel­le hel­fen-
Der Unfall zwi­schen den bei­den Bahn­über­gän­gen auf der B54 sorg­te im Fei­er­abend­ver­kehr für Voll­cha­os, kilo­me­ter­lan­ge Staus in bei­de Rich­tun­gen. Nach Anga­ben der Poli­zei (Stand 17.32 Uhr) sind die Abschlepp­fahr­zeu­ge soeben an der Unfall­stel­le ein­ge­trof­fen. Eine Auf­he­bung der Voll­sper­rung rückt also in greif­ba­re Nähe.

Wir berich­ten wei­ter!

Fotos: Mar­kus Klüm­per

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