15. April 2024
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Abgebranntes Auto war nicht zugelassen

Update 17.00 Uhr: Nun lässt sich erah­nen, war­um die bei­den Insas­sen flüch­te­ten, als der sil­ber­ne Golf Feu­er fing: Das Auto war offen­bar abge­mel­det. “Die Über­prü­fung der Fahr­ge­stell­num­mer steht noch aus, aber die Kenn­zei­chen pas­sen zu die­sem Fahr­zeug­typ, genau in die­ser Far­be”, bestä­tigt Poli­zei­spre­cher Chris­toph Hüls auf Nach­fra­ge. Daher gehe man der­zeit davon aus, dass die Num­mern­schil­der, die nach dem Abstel­len hek­tisch abmon­tiert und ins Auto gewor­fen wur­den, tat­säch­lich auch zu dem Golf gehö­ren. Aller­dings waren die­se bereits ent­sie­gelt, denn der Wagen war bereits seit über einem Jahr nicht mehr zuge­las­sen.
Ob die bei­den Flüch­ti­gen die Hoff­nung hat­ten, die Kenn­zei­chen könn­ten bis zur Unkennt­lich­keit ver­bren­nen? Falls ja, hat sich die­se nicht erfüllt. Unab­hän­gig davon gibt es noch viel zu ermit­teln. Auch hin­sicht­lich der Brand­ur­sa­che: Ist hier eine ver­bo­te­ne Spritz­tour schief­ge­gan­gen oder liegt Brand­stif­tung vor? Mit belast­ba­ren Ergeb­nis­sen ist nach Anga­ben der Poli­zei frü­hes­tens in etwa einer Woche zu rech­nen.

Update 22.März, 7.00 Uhr: Mit wei­te­ren Details zu dem Brand ist die Poli­zei aktu­ell noch zurück­hal­tend. Die Ange­le­gen­heit ent­puppt sich als noch kurio­ser: Als die Feu­er­wehr das bren­nen­de Auto erreich­te, fehl­te nicht nur der Fah­rer — auch die Kenn­zei­chen waren weg. Aller­dings fan­den sich Num­mern­schil­der im Innen­raum. Ob die­se auch zum Fahr­zeug gehö­ren, ist noch Gegen­stand der Ermitt­lun­gen. Klar ist in inzwi­schen jedoch, dass es Zeu­gen für den Vor­fall gibt: Zwei Män­ner wur­den beob­ach­tet, wie sie das Auto abge­stellt haben und zunächst hek­tisch drum­her­um lie­fen. Anschlie­ßend ent­fern­ten sich die bei­den in Rich­tung Gerichts­stra­ße. Eine Per­so­nen­be­schrei­bung liegt der Poli­zei vor.

MEINERZHAGEN (mk) Ein PKW-Brand wirft ohne­hin vie­le Fra­gen auf. Nach dem Feu­er an einem VW Golf am Don­ners­tag­abend, 21. März, kommt für die Poli­zei noch eine dazu: Wo ist eigent­lich der Fah­rer? Gegen 18.30 Uhr wird die Feu­er­wehr alar­miert: Ein Auto soll an der Heer­stra­ße gegen­über des evan­ge­li­schen Fried­hofs ste­hen und bren­nen. Als die 17 Wehr­leu­te vom Lösch­zug Stadt­mit­te ein­tra­fen, stand das Auto tat­säch­lich in Flam­men. Offen­sicht­lich brei­te­te sich das Feu­er vom Motor­raum her aus, was eine tech­ni­sche Ursa­che zumin­dest in Betracht kom­men lässt.

Doch es war nie­mand anzu­tref­fen, der das Auto zuvor gefah­ren hat­te. Für die Poli­zei ein mys­te­riö­ser Fall, der sich auch durch eine Hal­ter­ab­fra­ge nicht spon­tan klä­ren ließ. Aus Sicht der Feu­er­wehr blieb es bei einem typi­schen PKW-Brand: Die Flam­men waren schnell erstickt, für die Nach­lösch­ar­bei­ten wur­de Schaum ein­ge­setzt. Das Auto wur­de größ­ten­teils zer­stört.

Auch Schaum kam bei den Lösch­ar­bei­ten zum Ein­satz. Fotos: Mar­kus Klüm­per

Nun beschäf­tigt sich die Kri­mi­nal­po­li­zei mit der Ange­le­gen­heit. Zum einen ist ein tech­ni­scher Defekt als Brand­ur­sa­che denk­bar, aber eben auch Brand­stif­tung nicht aus­ge­schlos­sen. Aus­ser­dem wol­len die Beam­ten wis­sen, war­um sich der Fah­rer ent­fernt hat. Das Fahr­zeug­wrack wur­de für die wei­te­ren Ermitt­lun­gen beschlag­nahmt und wird vor­aus­sicht­lich im Lau­fe des Abends abge­schleppt. Die Heer­stra­ße muss­te im Bereich des Fried­hofs gesperrt wer­den, was aber einen Auto­fah­rer nicht dar­an hin­der­te, sich an den Pylo­nen der Feu­er­wehr vor­bei­zu­quet­schen. Erst vor dem mit ein­ge­schal­te­tem Blau­licht quer auf der Fahr­bahn ste­hen­den Strei­fen­wa­gen wur­de die Stra­ßen­sper­rung “wahr­ge­nom­men”.

Wir berich­ten wei­ter!

Die Heer­stra­ße wur­de in Höhe des Fried­hofs voll gesperrt. Fotos: Mar­kus Klüm­per