22. Februar 2024
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Mit Mietwagen auf Sommerreifen gegen Baum, kein Führerschein, aber Drogenverdacht!

MARIENHEIDE (mk) Die Feu­er­wehr brauch­te in der Nacht zu Diens­tag etwa eine Stun­de, um einen jun­gen Mann nach einem schwe­ren Unfall im ober­ber­gi­schen Mari­en­hei­de aus einem Auto­wrack zu befrei­en. Der 21-jäh­ri­ge woll­te um 2.05 Uhr von der K46 auf die Gum­mers­ba­cher Stra­ße (B256) abbie­gen, kam dabei aber von der regen­nas­sen Fahr­bahn ab und prall­te auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te gegen einen Baum. Durch die Wucht des Auf­pralls wur­de der VW Polo schon mas­siv beschä­digt, außer­dem wur­de der Fah­rer dar­in ein­ge­schlos­sen: Die Fah­rer­tür ließ sich nicht mehr öff­nen. Aller­dings ent­schie­den sich die Ret­tungs­kräf­te ohne­hin für eine “pati­en­ten­ori­en­tier­te Ret­tung”, bei der mit Rück­sicht auf mög­li­che schwe­re Ver­let­zun­gen mög­lichst behut­sam agiert wird.

Der Miet­wa­gen auf Som­mer­rei­fen wur­de völ­lig zer­stört. Fotos: Mar­kus Klüm­per

Dazu muss­te aller­dings mit schwe­rem Werk­zeug unter ande­rem das Dach abge­trennt wer­den. “Der Fah­rer war nicht lebens­be­droh­lich ver­letzt, daher konn­ten wir die Ret­tung in Ruhe und sehr vor­sich­tig durch­füh­ren”, erklär­te Feu­er­wehr­spre­cher Niklas Lom­berg. Der Fah­rer kam mit dem Ret­tungs­wa­gen ins Gum­mers­ba­cher Kran­ken­haus. Im Ein­satz waren der Lösch­zug Mari­en­hei­de sowie die Lösch­grup­pe Kals­bach mit ins­ge­samt 25 Kräf­ten, dazu der Ret­tungs­dienst, ein Not­arzt sowie die Poli­zei.

Eine Strei­fen­wa­gen­be­sat­zung hat den Schwer­ver­letz­ten auch ins Kran­ken­haus beglei­tet, da gro­ße Zwei­fel an des­sen Fahr­tüch­tig­keit bestan­den: Im Auto wur­den Uten­si­li­en für den BTM-Kon­sum gefun­den, aus­ser­dem wur­de eine Blut­pro­be wegen des Ver­dachts auf Alko­hol- und Dro­gen­ein­fluss ent­nom­men. Dar­über hin­aus hat­te der Miet­wa­gen nur Som­mer­rei­fen auf­ge­zo­gen. Wenn der jun­ge Mann einen Füh­rer­schein gehabt hät­te, wäre die­ser von der Poli­zei beschlag­nahmt wor­den, das Han­dy wur­de aller­dings ein­kas­siert. Die Gum­mers­bach Stra­ße blieb für die Dau­er von Ret­tung und Unfall­auf­nah­me bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den voll gesperrt.

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