2. März 2024
Kierspe

Gesamtschüler präsentieren die Ergebnisse der Projektwoche

KIERSPE (mk) Aus­ge­rech­net die Grup­pe, die etwas beson­ders Nach­hal­ti­ges geschaf­fen hat, konn­te ihr Pro­jekt nicht ange­mes­sen prä­sen­tie­ren: Da es am Sams­tag­nach­mit­tag, 5. Novem­ber, wie aus Eimern goss, mach­te eine Besich­ti­gung des Gar­tens auf dem Schul­ge­län­de der GSKi ein­fach kei­nen Sinn. Die Leh­re­rin Kath­rin Plach­ta und ihre Kol­le­gen Niels Win­disch und Sebas­ti­an Bät­zing haben sich daher schwe­ren Her­zens ent­schlos­sen, den zahl­rei­chen Besu­chern den Umbau des Gar­tens per Video­bea­mer zu erläu­tern. Natür­lich mit den Kin­dern, die den „Schul­gar­ten 3.0“ im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes umge­gra­ben haben. Das „3.0“ bezieht sich übri­gens auf dar­auf, dass dem Gar­ten zum drit­ten Mal in Fol­ge ein Akti­on im Rah­men der Pro­jekt­wo­che gewid­met wur­de. Dies­mal wur­de er noch­mals deut­lich auf­ge­wer­tet, wie Leh­re­rin Kath­rin Plach­ta berich­tet: „Wir haben eine Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge instal­liert, die den Strom für eine Teich­pum­pe erzeugt.“ Aus­ser­dem sei ein Kom­pos­ter auf­ge­baut und eine Feu­er­stel­le erwei­tert. Sogar Pflas­ter­ar­bei­ten haben die Kin­der und Jugend­li­chen aus­ge­führt. Die not­wen­di­gen Pfle­ge­ar­bei­ten wie das Unkraut zup­fen war übri­gens nicht so unbe­liebt, wie man viel­leicht meint.

Künst­le­ri­sches und Hand­werk­li­ches Geschick wur­de in vie­len Pro­jek­ten geför­dert!

Ins­ge­samt wur­den 45 Pro­jek­te rea­li­siert. Teils im Klei­nen, teils im Gro­ßen. Die Lern­zie­le sind höchst unter­schied­lich. Man­che Pro­jek­te haben erkenn­bar einen direk­ten Bezug zu den Fähig­kei­ten, die der Arbeits­markt hono­riert. Wer in der Grup­pe „Robo­ter bau­en und pro­gram­mie­ren“ ers­te Erfah­run­gen im Maschi­nen­bau sam­melt, dürf­te klar auf einen Sek­tor mit Zukunft gesetzt haben. So wie der Schü­ler Abdus­sa­med Uluirmak, der mit Lego einen Robo­ter zum farb­li­chen Sor­tie­ren der bun­ten Stei­ne gebaut hat. Lego hat inzwi­schen einen aner­kann­ten Sta­tus in der Aus­bil­dung zu ent­spre­chen­den Fach­be­ru­fen, und wer beim Pro­gram­mie­ren Inter­es­se und Talent zeigt, wird sich um sei­ne Kar­rie­re-Chan­cen wenig Sor­gen machen müs­sen.
Peter Hoberg, bekannt­lich Leh­rer unter ande­rem für Musik und Kunst, ist bei Ver­an­stal­tun­gen der GSKi zumeist in der Nähe von Kame­ras oder Kla­vie­ren anzu­tref­fen. Sein Foto­la­bor-Kurs ist ein Dau­er­bren­ner bei den Pro­jekt­wo­chen. Die direk­te Nähe zum Berufs­le­ben steht bei die­sem The­ma sicher­lich nicht im Vor­der­grund, und doch wer­den Talen­te und Fähig­kei­ten geför­dert, die hoch im Kurs ste­hen. Vor allem macht es den Schü­le­rin­nen und Schü­lern immer wie­der viel Freue, den che­mi­schen Wer­de­gang eines Fotos zu erle­ben.

Kräu­ter und ande­re Pflan­zen: Basis für lecke­re Sachen! FOTOS: Mar­kus Klüm­per


Auf die krea­ti­ven, musi­schen Skills zie­len sowie­so etli­che Pro­jek­te ab, über den hohen Wert ent­spre­chen­der Fähig­kei­ten besteht unter Päd­ago­gen weit­ge­hend Kon­sens. Und so wur­de nur weni­ge Räu­me vom „Foto­la­bor“ ent­fernt wie­der ein Musik­pro­jekt ange­bo­ten, wel­ches bei den Pro­jekt­wo­chen der Kier­sper Gesamt­schu­le als „gesetzt“ gilt. Wer woll­te, konn­te sei­ne dich­te­ri­schen Fähig­kei­ten auf einer klei­nen Büh­ne prä­sen­tie­ren. In einer klas­si­schen Vor­le­sung, ger­ne aber auch im Poet­ry-Slam-Stil. 
Sehr natur­ver­bun­den wur­de es im Pro­jekt „Pflan­zen rie­chen, schme­cken, fär­ben“. Betreut wur­de es von den Leh­rern Andre­as Pla­te und Anke Mei­er-Tobe­r­ens als „Gemein­schafts­pro­jekt Natur­wis­sen­schaf­ten und Kunst“. Wich­tigs­te Erkennt­nis: Selbst­ge­mach­te Lebens­mit­tel schme­cken bes­ser. Zumin­dest wenn man alles rich­tig gemacht hat. Und das geht oft ein­fa­cher, als man denkt: So wur­de von den Schü­le­rin­nen und Schü­lern, aber auch von den Besu­chern sogar Kräu­ter­but­ter selbst her­ge­stellt, in einer Destil­le Laven­del ver­ar­bei­tet. Ein wenig Che­mie war bei dem Umgang mit Roter Bee­te dabei, die sich auch zum Fär­ben pri­ma eig­net, eben­so wie Kur­ku­ma.
Die Lis­te der Pro­jek­te war schier end­los lang, und die Kin­der und Jugend­li­che aller Stu­fen hat­ten viel Freu­de bei der Rea­li­sie­rung. Ihre Leh­rer lie­ßen sich dabei auch auf man­ches Expe­ri­ment ein, denn ein „Escape Room“ ist für eine Schu­le sicher­lich unge­wöhn­lich.

Wie immer war die Schu­le rap­pel­voll, als sich Eltern, Groß­el­tern und Geschwis­ter die Ergeb­nis­se prä­sen­tie­ren lie­ßen. Bei dem umfang­rei­chen Ange­bot war es daher auch ange­nehm, sich vor­ab mit einer Brat­wurst oder einem Ham­bur­ger zu stär­ken, oder spä­ter eine Pau­se mit Kaf­fee und Kuchen ein­zu­le­gen.

Allen Aktio­nen mit der ver­dien­ten Auf­merk­sam­keit zu wür­di­gen, ist dabei stets unmög­lich. Die Viel­falt war ein­fach enorm, und auf die Ergeb­nis­se dür­fen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein­fach sehr stolz sein!

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