2. März 2024
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Blumenhändler will Kierspe erhalten bleiben

Die Mel­dung hat die Wochen­markt-Kun­den in Kierspe ver­un­si­chert: “Der Blu­men­händ­ler ist nur noch bis Ende Novem­ber 2023 auf dem Wochen­markt ver­tre­ten”, erklär­te die Stadt in einer Mel­dung via Face­book. Doch von Auf­hö­ren kann in die­ser Form kei­ne Rede sein: Karl-Heinz Over­hoff kommt wie­der. Tat­säch­lich macht der alt­ein­ge­ses­se­ne Händ­ler, der seit nun­mehr wohl 32 Jah­ren Blu­men und Gemü­se auf dem Wochen­markt ver­kauft, ledig­lich eine Win­ter­pau­se, und das auch nicht zum ers­ten Mal.

Im kom­men­den Jahr will Over­hoff wie­der antre­ten, und bis dahin kei­nes­wegs eine ruhi­ge Kugel schie­ben: “Wir gehen jetzt in die Weih­nachts­bäu­me”, so der Seni­or einer Wit­te­ner Gärt­ne­rei, die als land­wirt­schaft­li­cher Betrieb sogar in die soge­nann­te “Höfe­rol­le” ein­ge­tra­gen ist. An Ruhe­stand ist nicht zu den­ken, obwohl den Betrieb sein Sohn Björn offi­zi­ell schon seit sie­ben Jah­ren führt. Aber irgend­wie ist “Kal­le”, wie ihn die ande­ren Markt­an­bie­ter nen­nen dür­fen, aus der Fir­ma nicht weg­zu­den­ken. Zumal auch der in drit­ter Gene­ra­ti­on geführ­te Betrieb Pro­ble­me hat, geeig­ne­te Arbeits­kräf­te zu fin­den. Obwohl Kal­les Söh­ne selbst Meis­ter im Gar­ten­bau-Gewerk sind, und sei­ne Toch­ter sogar Tech­ni­ke­rin. Over­hoff ist jeden­falls stolz. Auf sei­ne Kin­der, aber auch auf die Qua­li­tät der Ware: “Den gan­zen Scheiss pro­du­zie­ren wir sel­ber”, erklärt der 73-Jäh­ri­ge, für den “rüs­tig” nicht ganz das pas­sen­de Wort ist. Er wirkt eher wie ein see­luft­ge­gerb­ter Matro­se und hat einen Hän­de­druck, der so über­haupt nicht zum Alter passt. Dass er über­haupt nicht vor­hat, in Ren­te zu gehen, glaubt man ihm auf´s Wort. Hin­sicht­lich der Wort­wahl muss sich der typi­sche Sau­er­län­der viel­leicht an der einen oder ande­ren Stel­le mit dem Ruhr­pott-Gärt­ner arran­gie­ren. Aber viel­leicht ist das ja auch Teil sei­nes Mar­kens­zei­chens.

Jeden­falls dür­fen sich die Kun­den­in­nen und Kun­den auf dem Kier­sper Wochen­markt dar­auf freu­en, dass es auch im kom­men­den Jahr mit hoher Wahr­schein­lich­keit einen Blu­men­han­del geben wird. Wobei “Blu­men” nur teil­wei­se stimmt: “Das ist hier kein Markt für Schnitt­blu­men”, hat Over­hoff im Lau­fe der Jahr­zehn­te fest­ge­stellt. Wohl aber für Topf­blu­men, und ver­sorgt damit auch im gro­ßen Stil die Stadt Kierspe. Auch ver­schie­de­ne Gemü­se­sor­ten bie­tet der Wit­te­ner pas­send zur Sai­son an: Als “Ver­nünf­ti­ge Qua­li­tät zum fai­ren Preis” ord­net “Kal­le” sein Ange­bot ein. Und hat sich nach eige­nem Bekun­den einen sehr guten Kun­den­stamm auf­ge­baut, so sol­len Leu­te auch aus Mei­nerz­ha­gen oder sogar Mari­en­hei­de des­halb auf den Kier­sper Wochen­markt kom­men.

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