3. März 2024
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Pro-Palästina-Demonstration verläuft friedlich und reibungslos

LÜDENSCHEID (mk) Rund 120 Men­schen nah­men am Sams­tag­nach­mit­tag, 28. Okto­ber, an einer Pro-Paläs­ti­na-Demons­tra­ti­on in der Innen­stadt teil. Damit kamen spür­bar mehr, als zunächst erwar­tet: Es wur­de im Vor­feld mit etwa 50 bis 100 Per­so­nen gerech­net. Aller­dings ver­lief die Ver­samm­lung unter dem Mot­to “Frei­heit für Paläs­ti­na” fried­lich, und auch orga­ni­sa­to­risch rei­bungs­los. Zunächst ver­sam­mel­ten sich die Demons­tran­ten am Bahn­hof, um dann gemein­sam einen kur­zen Pro­test­marsch in Rich­tung Stern­platz zu absol­vie­ren. Dort wur­de im Anschluss eine Kund­ge­bung abge­hal­ten.

Von der Poli­zei beglei­tet mar­schier­ten die Teil­neh­men­den vom Bahn­hof in Rich­tung Stern­platz. FOTOS (4): Mar­kus Klüm­per

Die Poli­zei war mit zahl­rei­chen Kräf­ten dabei, und auf typi­sche Even­tua­li­tä­ten der­ar­ti­ger Ver­an­stal­tun­gen ein­ge­stellt. Aller­dings habe sich in den ver­gan­ge­nen Tagen nach Aus­sa­ge von Poli­zei­spre­cher Mar­cel Dil­ling abge­zeich­net, dass mit kei­ner Gegen­de­mons­tra­ti­on kon­kret zu rech­nen sei. Der Poli­zei­haupt­kom­mis­sar erklär­te auch, dass der Ablauf zwi­schen den Orga­ni­sa­to­ren der Demo und den Ord­nungs­be­hör­den abge­stimmt wor­den war.

Die Kund­ge­bung ver­lief, ohne dass die weni­gen Pas­san­ten in der rela­tiv lee­ren Innen­stadt son­der­lich Notiz davon genom­men hät­ten. Gefor­dert wur­de vor allem ein Ende der aktu­el­len, gewalt­sa­men Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Isra­el und den Paläs­ti­nen­sern im Gaza-Strei­fen. Im Ver­lauf der Kund­ge­bung wur­de betont, dass man kei­ne feind­li­che Hal­tung gegen­über dem israe­li­schen Volk selbst habe, nicht anti­se­mi­tisch sei. Eine Ein­ord­nung der Ereig­nis­se der ver­gan­ge­nen drei Wochen fand jedoch bes­ten­falls ein­sei­tig statt, Opfer auf israe­li­scher Sei­te wur­den über­haupt nicht the­ma­ti­siert. Auch die Hamas blieb gänz­lich uner­wähnt.

Die Poli­zei wur­de über die Beglei­tung der Ver­an­stal­tung hin­aus ledig­lich ein­mal tätig: Von den diver­sen Schil­dern mit Bot­schaf­ten fiel nur eines auf, dass offen­sicht­lich ver­bo­te­ne Paro­len zeig­te. Das Schild mit dem straf­recht­lich rele­van­ten Text wur­de von den Beam­ten sicher­ge­stellt. Gegen die bei­den jun­gen Frau­en, die es zeig­ten, wur­de ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen des Anfangs­ver­dachts der Volks­ver­het­zung ein­ge­lei­tet. Nach rund einer Stun­de lös­te sich die Demons­tra­ti­on auf. Nicht deut­lich wur­de, wer die­se Demons­tra­ti­on initi­ier­te. Mit­te der ver­gan­ge­nen Woche gab es dazu Auf­ru­fe in den sozia­len Medi­en, die aber offen­sicht­lich schnell wie­der gelöscht wor­den waren.

Nach rund einer Stun­de lös­te sich die Ver­samm­lung auf.


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